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Kritik an Werbung für legale Drogen

Beim 1. Europäischen Kongreß "Kinder, Jugendliche und Drogen" hat Prof. Klaus Hurrelmann von der Universität Bielefeld der Werbebranche ein schamloses Spiel mit den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen vorgeworfen. Die Spots für Zigaretten, Alkohol und Medikamente sprechen gezielt die persönlichen Defizitgefühle junger Menschen an. Er forderte eine fünfprozentige Abgabe des Werbeetats für sogenannte legale Drogen, um damit die Anti-Drogen-Programme von Kindergärten, Schulen und ähnlichen Einrichtungen zu erweitern. "Die legalen Drogen Zigaretten und Alkohol sind auch die Einstiegsdrogen in den Markt der illegalen Substanzen, der gegenwärtig von Haschisch und der Modedroge Ecstasy angeführt wird." Das durchschnittliche Einstiegsalter gehe immer weiter zurück.

Süddeutsche Zeitung vom 13.3.96


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