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Bundeswettbewerb umweltfreundliche Fremdenverkehrsorte

Der Deutsche Fremdenverkehrsverband e.V. (DFVV) führt in Zusammenarbeit mit mehreren Bundesministerien einen Wettbewerb zur Ermittlung der umweltfreundlichsten Fremdenverkehrsorte durch. Die NID forderte den DFVV auf, auch den Nichtraucherschutz als Wettbewerbskriterium aufzunehmen. Das lehnte der DFVV jedoch ab. Die Erwiderung der NID hier in Auszügen:

"Ihre Argumentation ist für uns völlig unverständlich. Weder Herrn Prof. Mai noch mir ist 'sehr schnell deutlich' geworden, warum Sie den Tabakqualm nicht als Kriterium für einen umweltfreundlichen Fremdenverkehrsort verwenden können. Schließlich ist dem Gast völlig egal, woher die Umweltverschmutzung kommt. Auch die größte Belastung der Atemluft durch Autoverkehr kommt nicht annähernd an die Belastung der Atemluft durch den Tabakqualm rauchender Zeitgenossen heran.

Ein einfaches Beispiel soll Ihnen das zeigen: Raucher und Nichtraucher sind allen Giften des Straßenverkehrs in gleicher Weise ausgesetzt. Trotzdem wird der Kohlenmonoxidgehalt im Blut (und in der Ausatemluft) praktisch allein vom (Aktiv-)Rauchen und Passivrauchen bestimmt. Nahezu 100 Prozent aller Nichtraucher ohne Tabakrauchbelastung erzielen den Wert 2 ppm, Passivraucher liegen zwischen 3 und 9 ppm, Raucher zwischen 6 und 50 ppm. Da das Kohlenmonoxid innerhalb von 24 Stunden abgebaut wird, haben auch Raucher, wenn sie nicht mehr rauchen, den Nichtraucherwert von 2 ppm.

Ein Fremdenverkehrsort ohne Nichtraucherschutz ist ebensowenig umweltfreundlich wie ein Fremdenverkehrsort mit stinkenden Abfallbergen auf Bürgersteigen."


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