Die Wahrscheinlichkeit, Raucher zu werden, ist bei den Männern eindeutig von der Allgemeinbildung abhängig: Je höher, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, mit dem Rauchen anzufangen. Bei den Frauen scheint es auf den ersten Blick anders zu sein. Aufschluß gibt die Differenzierung nach dem Alter. Bei den 15- bis unter 40jährigen zeigt sich das von den Männern bekannte Bild (42,7 : 33,0 : 24,5), bei den 40- bis unter 65jährigen rauchen dagegen Frauen mit Realschulabschluß am häufigsten, gefolgt von solchen mit Abitur, während der Raucheranteil bei den Frauen mit Hauptschulabschluß am niedrigsten ist (19,4 : 21,8 : 20,6). In der Altersgruppe der über 65jährigen schließlich ist die Raucherquote bei den Frauen mit Abitur am höchsten und bei den mit Hauptschulabschluß mit Abstand am niedrigsten (4,3 : 8,4 : 9,0). Wird neben dem allgemeinbildenden zusätzlich der berufsbildende Abschluß zur Unterscheidung herangezogen, ändern sich die gewonnenen Erkenntnisse nicht.
Daraus lassen sich zwei Schlußfolgerungen ziehen: Zum einen steigt offenbar mit dem Bildungsabschluß die Bereitschaft, Gesundheitsrisiken zu vermeiden. Zum anderen deutet die besondere Entwicklung bei den Frauen darauf hin, daß das in der Vergangenheit raucherspezifische Rollenverhalten -Frauen rauchen nicht - schwindet. Es gilt für die jüngere Generation von Frauen überhaupt nicht mehr oder nur in sehr abgeschwächter Form. Das zeigen auch die Ergebnisse von Umfragen aus jüngster Zeit.