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Burkhard Hirsch für ein Nichtraucherschutz-Gesetz

Zu den wenigen Liberalen, die sich für einen gesetzlichen Nichtraucherschutz stark machen, zählt der frühere Innenminister von Nordrhein-Westfalen und jetzige Bundestagsvizepräsident Burkhard Hirsch. Daß er die Einstellung des nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden Jürgen Möllemann (vgl. Nichtraucher-Info Nr. 23 -7/96) nicht teilt, hat er in einem Leserbrief, veröffentlicht in FORUM LIBERAL vom Juli 1996, festgehalten:

"Im Gegensatz zu Möllemann werbe ich in der FDP-Bundestagsfraktion für eine Beteiligung an einem Nichtraucherschutz-Gesetz. Der Grund dafür ist einfach: Jeder mag rauchen soviel er will. Es muß aber für Nichtraucher möglich sein, nicht zum Mitrauchen gezwungen zu werden. Das gilt am Arbeitsplatz genauso wie beim Besuch öffentlicher Einrichtungen.

Es ist inzwischen ziemlich unstreitig, daß auch das passive Rauchen zu erheblichen Gesundheitsschäden führen kann. Dem Nichtraucher nutzen die Aufdrucke auf Zigarettenschachteln überhaupt nichts, wenn der Raucher sich nicht daran hält. Und die jahrelangen geduldigen Bitten der Nichtraucher, in geschlossenen Räumen, Sitzungen, am Arbeitsplatz, nicht zu rauchen, haben nichts genützt. Es mag sein, daß der Tabakindustrie ein solches Gesetz nicht gefällt. Überflüssig ist es deswegen nicht. In zahlreichen europäischen und außereuropäischen Ländern gibt es inzwischen solche Gesetze. Sie haben etwas bewirkt. Darum wollen wir, daß auch im Deutschen Bundestag ernsthaft über ein solches Gesetz beraten wird."


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