Ein Mensch, seit Jahren rauchgewohnt,
glaubt fest, daß seine
Lebensart,
stets rauchumhüllt, das Leben lohnt
und sein Genuß
(mit Sucht gepaart)
nur seine eig'ne Sache sei.
Und wenn, sagt er, falls
and're mahnen,
es ist mein Wille, bin so frei,
denn wer nicht raucht,
kann doch nicht ahnen,
welch' Glück die Sorgentöter
bringen.
Recht hat er, so aus seiner Sicht.
Glaub mir, es wird dir nicht
gelingen,
daß er mit seinem Laster bricht.
So laß ihn denn,
er wird mit Jahren,
- nicht unbedingt und nur vielleicht -
die Umkehr
seines "Glücks" erfahren.
Ob seine Einsicht dann noch reicht?
Es ist
ein sehr gewagtes Spiel,
im Kindesalter oft begonnen.
Bei manchem erst
der Groschen fiel,
wenn Krankheit statt der Raucherwonnen
den
Lebensirrtum offenbaren
und bei dem Mensch nach langen Jahren
- nicht
unbedingt und nur vielleicht -
"Genuß" der späten Einsicht
weicht!
Karl Dimmig