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Wirtschaftswoche wirbt mit vollem Aschenbecher

Die Eigenwerbung der Zeitschrift Wirtschaftswoche veranlaßte die NID zu folgendem Brief an die Chefredaktion:

Inwieweit Sie für die Eigenwerbung verantwortlich sind, wissen wir nicht. Wir nehmen jedoch an, daß Sie über die Art der Eigenwerbung zumindest informiert sein wollen; schließlich beeinflussen sowohl die redaktionellen Beiträge als auch die Eigenwerbung die Auflagenhöhe. Zu unserem Erstaunen werben Sie in der aktuellen Wirtschaftswoche auf den Seiten 54 und 55 mit einem randvollen Aschenbecher für Ihre Zeitschrift. Was erhoffen Sie sich davon? Angesichts der Tatsache, daß der Anteil der Raucher mit zunehmender Bildung sinkt und unter Ihren Lesern der Anteil derjenigen, die eine höhere Bildung besitzen, überproportional hoch ist, kann eine Werbung mit einem von Zigarettenkippen überquellenden Aschenbecher höchstens eine Negativwirkung haben.

Entweder sitzen in Ihrem Entscheidungsgremium Raucher, die vor lauter blauem Dunst keinen Durchblick haben, oder Agenten der Konkurrenz, die Ihrer Zeitschrift ein Negativimage verpassen wollen. Wie dem auch sei: Ihre Eigenwerbung läßt jegliche Anwendung der Grundsätze erfolgreicher Werbung vermissen.


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