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Zahl der Arztbesuche durch Passivrauchen erhöht

Jedes Jahr müssen mehrere Millionen Kinder in den USA aufgrund von Passivrauchen in ärztliche Behandlung. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern der University of Massachusetts in Worchester, die insgesamt 119 Untersuchungen zum Thema Rauchen und Krankheiten bei Kindern auswerteten (Pediatrics, Bd. 97, S. 560, 1996). Das vorliegende Datenmaterial wurde in einer sog. Meta-Analyse verknüpft, womit die Forscher das "Verletzungsrisiko" der Kinder durch Tabakrauch ermittelten.

Der unfreiwillig eingeatmete Qualm ist demnach Ursache für schätzungsweise 529.000 Arztbesuche aufgrund von Asthma, 1,3 bis zwei Millionen Arztbesuche wegen Husten, 14.000 bis 21.000 Mandel- oder Polypenentfernungen und 350.000 bis 2,2 Millionen Mittelohrentzündungen. Bei Kindern unter fünf Jahren werden der Studie zufolge 260.000 bis 436.000 Fälle von Bronchitis und 115.000 bis 190.000 Lungenentzündungen durch Passivrauchen verursacht.

Süddeutsche Zeitung vom 15.05.96


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