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Erfreulich

ist, daß viele Mitglieder dem Aufruf der NID gefolgt sind und vielen Bundestagsabgeordneten geschrieben haben, die einen kürzer, die anderen länger.

Unerfreulich

sind die Antworten einiger Bundestagsabgeordneter, die meisten davon Raucher, ein kleinerer Teil davon Nichtraucher. Zu den letzteren gehört der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Lohmann, Mitglied des Gesundheitsausschusses. Seine Antwort nahm die Ärztin Dr. med. Johanna Viertel zum Anlaß für eine

Erwiderung

"Ich danke Ihnen für Ihr ausführliches Antwortschreiben, muß Ihnen aber gleichzeitig mitteilen, daß ich vom Inhalt Ihres Schreibens sehr enttäuscht bin. Sie bezeichnen sich selbst als 'leidenschaftlichen Nichtraucher'. Ich weiß nicht recht, worin diese Leidenschaft bestehen soll. Mir wäre es verständlicher, wenn Sie sich als überzeugten, gesundheitsbewußten Nichtraucher sehen könnten. Dann allerdings müßten sich daraus andere Konsequenzen ergeben, als sie in Ihrem Schreibem erkennbar sind.

Ich finde es außerordentlich bedauerlich, daß der Vorsitzende der 'Arbeitsgruppe Gesundheit' der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sich nicht in der Lage sieht, die nun endlich in den Bundestag eingebrachte interfraktionelle Initiative für ein Nichtraucherschutz-Gesetz zu unterzeichnen. Vielleicht gilt aber auch eine solche Einstellung, die dem Normalbürger als krasser Widerspruch erscheint, unter Parlamentariern als besonders interessant und als Beweis einer 'eigengeprägten Persönlichkeit'. Aber schließlich sollte es doch einzig und allein um das Sachproblem gehen.

Kein anderes Konsum- oder 'Genuß'-verhalten eines Menschen übt auf die in der Umgebung befindlichen Mitmenschen (und Haustiere) eine derart aggressiv belästigende und gesundheitsschädigende Wirkung aus wie das Tabakrauchen. Die zahlreichen hierfür vorliegenden, international anerkannten Untersuchungsergebnisse können Ihnen doch nicht unbekannt sein. Es ist mir deshalb völlig unverständlich, auf welche 'eindeutige wissenschaftliche Datenlage' Sie noch warten wollen, hoffentlich nicht auf weitere 'Forschungsergebnisse' der von der Zigarettenindustrie für ihre Arbeit honorierten Wissenschaftler!

Ihr Schreiben enthält eine Reihe von Behauptungen, denen ich deutlich widersprechen muß. So kenne ich in meinem großen Bekanntenkreis niemanden, der 'den Vorwurf an die Politik richtet, statt neue Gesetze zu produzieren, endlich einige wieder aufzuheben'.

Mir sind - auch aus der hohen Politik - nur Beispiele dafür bekannt, daß vor der Schaffung neuer, schärferer Gesetze die volle Ausnutzung der bereits

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