Nach zwei erfolglosen Versuchen, mit der rauchlosen Zigarette Eclipse auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen, ist die Zukunft der Reynolds-Zigarette ungewiß. In Stockholm und Augsburg, wo sogenannte "Smoke-ins" angeboten worden waren, um Vor- und Nachteile dieser nicht brennenden, sondern eher glühenden Zigarette zu diskutieren, stieß man auf verhaltene Reaktionen. Axel Gietz von RJ Reynolds erklärt: "Wir möchten diese Zigarette als intelligente Alternative vermarkten. Noch immer versuchen wir, eine gesunde und nichtraucherfreundliche Zigarette zu entwickeln. Die Reaktionen veranlassen uns, weitere Tests durchzuführen."
Eine Sprecherin des Augsburger Rathauses hingegen betont, daß die Idee keinen Zuspruch in der Öffentlichkeit gefunden hat. In Augsburg, wo man die Zigarette unter dem Namen HI-Q angeboten hatte, war die Akzeptanz bei Jugendlichen, die sie in Discos und Bars kostenlos erhielten, mäßig. Über zwei Wochen hat Augsburg Air, die erste deutsche rauchfreie Fluggesellschaft, sie ebenfalls kostenlos verteilt. Daniela Pointer, Produktmanagerin der Fluggesellschaft, wies darauf hin, daß die meisten ablehnenden Kommentare von Rauchern kamen und daher keine weiteren Tests durchgeführt würden. In Stockholm wird die Zigarette unter dem Namen Inside verteilt.
The European vom 11.7.96
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Newsletter Netzwerk Nichtrauchen 3/96
Der 1916 in Berlin geborene und 1934 nach Großbritannien emigrierte Wissenschaftler Hans Jürgen Eysenck hat nach Angaben der Zeitung Independent für seine Arbeit von einem geheimen Fond der US-Tabakindustrie über 800.000 Pfund Sterling (derzeit rund 2 Millionen Mark, früher deutlich mehr) erhalten. Die Vorgänge wurden publik, weil eine Mitarbeiterin eines Tabakkonzerns jahrelang geheime Papiere fotokopierte und an Anwälte aushändigte. Der an der Entwicklung der modernen Persönlichkeitsforschung und Verhaltenstherapie beteiligte Eysenck hatte zu Beginn der 70er Jahre behauptet, Raucher bekämen Lungenkrebs nicht wegen des Rauchens, sondern weil sie dazu persönlich prädestiniert seien. Außerdem seien sie erbbedingt süchtig und könnten deshalb nicht aufhören.
Der Tagesspiegel vom 1.11.96