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Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin gegen Zigarettenautomaten

Heide Moser, SPD-Gesundheitsministerin in Schleswig-Holstein, will über den Bundesrat mit einer Gesetzesinitiative erreichen, daß die Zigarettenautomaten abgeschafft und Werbung für Nikotin und Alkohol generell verboten wird. Dies sei "die Fortsetzung einer Politik des konsequenten, ehrlichen und glaubwürdigen Gesundheitsschutzes und der Suchtvorbeugung". Was das Werbeverbot für Tabakwaren betrifft, so liegt sie auf einer Linie mit Bayerns Gesundheitsministerin Barbara Stamm. Hamburger Abendblatt vom 13.3.97

Wie schafft man Arbeitsplätze?

Ein Drittel der gesamten Tabakwaren (Zigaretten, Zigarren/Zigarillos, Feinschnitt, Pfeifentabak und Feinschnittrollen) wird - wertmäßig gesehen - über Automaten verkauft. Käme es zu einem Verbot des Automatenverkaufs, müßten die Nikotiniker ihre Suchtmittel über andere Handelskanäle (Lebensmittelhandel, Tankstellen, Facheinzelhandel, Nebenhandel) erwerben. Dieser Tabakwarenverkauf ist jedoch bedeutend arbeitsintensiver als der Verkauf über Automaten, so daß die Abschaffung der Zigarettenautomaten gleichzeitig für die Schaffung von Arbeitsplätzen sorgt. Daß dadurch auch der Glimmstengelverkauf an Kinder und Jugendliche überhaupt erst kontrollierbar wird, ist der erfreuliche Neben-(Haupt-)Effekt.


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