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Es stinkt uns ... nicht nur in Essen

Auf einem Hochglanzprospekt drückt die Essener Verkehrs AG (EVAG) das aus, was in vielen anderen Städten die nichtrauchenden Benutzer der Verkehrsmittel und Bahnhöfe denken: "Es stinkt uns!" Daher hat die EVAG die Hausordnung mit Wirkung zum 1. Oktober 1997 geändert und die U-Bahnsteige zur rauchfreien Zone erklärt. Allerdings nicht ganz konsequent, denn der die qualmende Zigarette durchstreichende rote Balken geht nicht von links oben nach rechts unten wie bei den Verbotsschildern, sondern von links unten nach rechts oben. Dies will die EVAG als eine Ermahnung verstanden wissen.

Mehrere Tage lang ließ die EVAG das siebenjährige Zirkuskamel Iwan im Untergrund für die rauchfreie Zone werben. Auch zwei Pantomimen, Olaf Domroese und Angelo Petruccelli, versuchten, bei den Fahrgästen "sanfte" Überzeugungsarbeit zu leisten.

Die EVAG begründet ihre Aktion darüber hinaus mit den Kosten, die durch die Reinigung der Bahnsteige und Gleisbetten von der Zigarettenasche und den Kippen entstehen. Auf jährlich hunderttausend Mark schätzt die EVAG diese Kosten. Hinzu kommt die Brandgefahr durch die Kippen. Von den U-Bahn-Wagen werden sie hochgewirbelt und sammeln sich in den Ecken. Bei Funkenflug könnte dann deutlich mehr zu brennen anfangen als nur die Kippen. Hier ein paar Bilder von dem Kippenunrat, der sich dem durch Atemmasken geschützten Reinigungspersonal bietet:


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