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Raucher und Nichtraucher in der Regierung

Ex-Justizminister Hans-Jochen Vogel auf die Frage, wie er sich fit gehalten hat in den langen Sitzungen anläßlich der Schlichtung bei den Metall-Tarifverhandlungen: "Solche Marathonsitzungen habe ich früher auch schon absolviert. Im übrigen bin ich seit 73 Jahren Nichtraucher, und Alkohol gab es nur am Schluß."Der Wochenkurier, Amtsanzeiger der Stadt Heidelberg, berichtet in seiner Ausgabe vom 24. Februar 1999 über das Ergebnis einer Umfrage der Gmünder Ersatzkasse (GEK) zum Rauchverhalten der Kabinettsmitglieder. Danach kann Bundeskanzler Gerhard Schröder, ein Zigarrenraucher, nur auf fünf qualmende Gefolgsleute zählen. Dazu gehören Kanzleramtsminister Bodo Hombach, Verkehrsminister Franz Müntefering, Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke und Wirtschaftsminister Werner Müller. Verteidigungminister Rudolf Scharping hat es nicht geschafft, ganz vom Rauchen loszukommen. Ob sich Gesundheitsministerin Andrea Fischer endgültig von ihrer Nikotinabhängigkeit befreit hat oder doch hin und wieder heimlich zur Zigarette greift, ist ihrem engsten Mitarbeiterstab nicht bekannt.

Die Mehrheit im Kabinett raucht jedenfalls nicht: Außenminister Joschka Fischer, Innenminister Otto Schily, Arbeitsminister Walter Riester, Familienministerin Christine Bergmann, Justizministerin Herta Däubler-Gmelin, Bildungs- und Forschungsministerin Edelgard Bulmahn und Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sowie Umweltminister Jürgen Trittin und der neue Finanzminister Hans Eichel sind ausgewiesene Nichtraucher.

Familienministerin Christine Bergmann stinken die vielen Sitzungen, die der politische Betrieb so mit sich bringt. "Ich empfinde es als belastend, wenn zuviel gequalmt wird, denn meine Augen tränen, und hinterher stinkt meine Kleidung. Ich habe aber keine Lust, mich jedesmal aufs neue zu beschweren. Zum Glück dauern die meisten Sitzungen nicht lange", äußerte sich die Politikerin gegenüber dem Zeit-Magazin.


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