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Bundesärztekammer will Raucher von Transplantation ausschließen

Neben HIV-Infizierten und Alkoholikern will die Bundesärztekammer auch Raucher und die Konsumenten illegaler Drogen künftig von Organverpflanzungen ausschließen. Das sehen neue Richtlinien der Bundesärztekammer zur Organtransplantation vor. Damit soll "die Verantwortung des potenziellen Organempfängers für einen längerfristigen Transplantationserfolg verdeutlicht werden". Da längst nicht die Zahl von Organen zur Verfügung steht, die benötigt wird, sind die Ärzte immer wieder gezwungen, nicht zuletzt auch über Leben und Tod zu entscheiden. In den Vorbemerkungen der Bundesärztekammer zu den neuen Richtlinien heißt es, bei der Entscheidung über die Aufnahme auf die Warteliste sei abzuwägen, "ob die individuelle medizinische Gesamtsituation des Patienten einen längerfristigen Transplantationserfolg erwarten lässt". Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer sieht keinen Anlass zur Beanstandung der ab April geltenden Transplantationsrichtlinien.

Berliner Morgenpost, 28.2.00


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