Zuerst Diether Krebs, dann Klaus Wennemann. Das Schicksal meinte es nicht gut mit den beiden bekannten Schauspielern. Jahrzehntelanges Rauchen kostete ihnen vorzeitig das Leben. Diether Krebs starb mit 52, Klaus Wennemann mit 59.
Diether Krebs rechnete sich wohl keine großen Chancen aus, den Lungenkrebs zu besiegen. Er unterzog sich zwar einer Chemotherapie, ging aber auch auf Tournee und rauchte weiter - bis zu 80 Zigaretten am Tag. Das Bild zeigt ihn kurz vor seinem Tod beim letzten Interview mit der Bild-Zeitung.
Als bei Klaus Wennemann im Mai 1999 ein Tumor (Adeno-Karzinom) festgestellt wurde, fragte er: "Warum ausgerechnet ich?" Er hatte doch schon 15 Jahre nicht mehr geraucht. Ex-Raucher haben zwar bessere Chancen, vom Krebs verschont zu bleiben. Doch eben nur bessere. Sechs Chemotherapien halfen lediglich, den Tod um ein paar Wochen hinaus zu schieben, verhindern konnten sie ihn nicht.
Leserbrief in Bild am Sonntag vom 16.1.00:
Warum wird von der Presse oft die Ursache verschwiegen? Angst vor der Zigarettenlobby? Diether Krebs rauchte Roth Händle, Schröders Bruder rauchte Lux. Ich rauchte Selbstgedrehte und musste mich 1990 einer Krebsoperation unterziehen. Jetzt bin ich 100 Prozent schwerbehindert und da heißt es Zähne zusammenbeißen, am Besten ohne Kippe. Aber ein Raucher hat kein Angst vor dem Tod. Er hat Angst, dass ihm der Tabak ausgehen könnte.
Herbert Grabau