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BUND auf einem Auge blind

"Reine Luft zum Atmen" wünscht sich der Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUND) in einem Spendenaufruf an die "Freundinnen und Freunde der Erde". Von Luftschadstoffen, die den kindlichen Organismus schädigen, und von dem Ziel, "gesunde Kinder in einer lebensfreundlichen Umwelt aufwachsen zu lassen", ist da die Rede. Doch mit keinem einzigen Nebensatz, mit keinem einzigen Wort geht der BUND auf die größte Umweltverschmutzung in Innenräumen ein, den Tabakrauch. Und demzufolge auch nicht auf die Umweltzerstörung, die mit der Erzeugung abrauchfähiger Tabakprodukte verbunden ist. Schließlich gehen für die Tabaktrocknung jährlich ca. 1,2 Millionen Hektar Wald in Flammen auf.

Von NID-Mitglied Gerhard Sensenschmidt darauf angesprochen, reagierte die für die Kommunikation zuständige Mitarbeiterin der Bundesgeschäftsstelle so:

"...Natürlich haben Sie Recht, wenn Sie anregen, bei einem Thema wie 'Kinder und Umwelt' auch auf die Folgen des Zigarettenkonsums hinzuweisen. Ihre ausführlichen Informationen hierzu haben wir mit großem Interesse gelesen. Doch wie Ihr Brief schon andeutete, handelt es sich um ein sehr komplexes Thema, das ausführlicher Fachkenntnis erfordert. Seien Sie versichert, dass wir Ihre Anregungen gerne wohlwollend prüfen werden. Vielleicht ergibt sich ja die Möglichkeit, das Thema 'Rauchen und Umwelt' in einem späteren Rundbrief mit aufzugreifen."


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