Mittels Wasserdampfdestillation und verschiedenen Testverfahren (zum Beispiel Zigarettenkippen in die Pflanzenerde drücken oder mit Zigarettenwasser gießen) führten Viktoria Ankerstein, Ines Majdoub und Michaela Hartmann den Beweis, dass es einkeimblättrigen Pflanzen, z.B. Hafer, und zweikeimblättrigen, z.B. Kresse, beim Nikotinkonsum genauso wie den Menschen geht: In jungen Jahren strecken und brüsten sie sich, um später nur noch vor sich hinzukümmern. Das Nikotin, fanden die drei Schülerinnen der Gustav-Heinemann-Oberschule im Berliner Bezirk Tempelhof heraus, liefert zwar wichtige Wachstumshormone, vergiftet aber gleichzeitig Bakterien und Einzeller, die lebensnotwendige Nährstoffe produzieren.
Beim Landeswettbewerb Jugend forscht erhielt die Schülerinnen für Ihre Untersuchung nun den dritten Preis, der eigentlich ein zweiter ist, weil ein erster diesmal nicht vergeben wurde. Auch vom Nichtraucherbund Berlin bekamen die jungen Nikotinwirkungs-Forscherinnen einen Preis überreicht.
Tagesspiegel, 9.4.00