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Weltnichtrauchertag in Dresden

Der neue NID-Vizepräsident Dr. Wolfgang Schwarz berichtet:

Am 31. Mai trafen sich etwa 600 Jugendliche und 170 Erwachsene aus ganz Sachsen im UFA-Palast in Dresden zur Abschlussveranstaltung des Schülerwettbewerbs Be smart - don't start. Im Freistaat Sachsen hatten sich im Herbst 1999 273 Schulklassen dazu entschlossen, ein halbes Jahr (von November bis April) nicht zu rauchen. Fast 60 Prozent der Teilnehmer, das sind 4.057 Schüler aus 163 Klassen, waren erfolgreich.

Zur Abschlussveranstaltung waren Vertreter der erfolgreichen Klassen eingeladen. Im Rahmen einer unterhaltsamen und gelungenen Veranstaltung stellten Schüler ihre kreativen Arbeitsergebnisse im Wettbewerb auf der Bühne und einer Ausstellung vor. Zusätzlich zu den bundesweit vergebenen Preisen konnten die Klassen auch noch regionale gewinnen. Die beiden sächsischen Hauptpreise waren eine viertägige Erlebnisfahrt ins westliche Erzgebirge und eine viertägige Fahrt zur Expo 2000 nach Hannover.

Zur gleichen Zeit, da die Schüler ihre Leistungen im Nichtraucherwettbewerb präsentierten, bot die Tabakindustrie nur wenige Schritte weiter eine andere Präsentation dar: "Dresden - eine Stadt der Tabakindustrie und der Geburtsort der deutschen Filterzigarette" (1862 siedelte sich die erste größere Tabakfabrik an). Just am Weltnichtrauchertag wird hier eine Erfolgsgeschichte der anderen Art zur Schau gestellt. Die in Dresden produzierte Marke f6 gehört zu den Top Ten in Deutschland und ist die Nummer 1 in den neuen Bundesländern.

Ein durchaus sehenswertes architektonisches Symbol für Dresdens Tabakgeschichte ist die im Stil einer orientalischen Moschee errichtete ehemalige Zigarettenfabrik Yenidze, vor 1990 vom VEB Tabakkontor als Lager benutzt. Heute nutzen Leute vom Theater das herrliche Ambiente unter der gläsernen Kuppel, um in neuer und kultivierter Form an das anzuknüpfen, was die Herren von der Tabakbranche schon immer taten und noch immer tun: Märchen erzählen.

Dresden ist jedoch auch als Wiege der gesundheitlichen Aufklärung bekannt. Symbol dafür ist das Deutsche Hygiene Museum mit seinen vielen sehenswerten Ausstellungen.


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