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Immer wieder begegnet Roland Putz Eltern, die mit der einen Hand ihr Kind und mit der anderen Hand eine glimmende Zigarette halten - für ihn ein wichtiger Grund, die Kosten für zehn Tage Plakatierung des Motivs "Kindesmisshandlung Passivrauchen" zu übernehmen. Das Foto zeigt ihn vor der Plakatwand am S-Bahnhof Karlsfeld. Vor acht Jahren musste Roland Putz während seiner Ausbildung tagtäglich in verrauchten Großraumbüros arbeiten und hatte abends stets mit tränenden Augen sowie Hals- und Atembeschwerden zu kämpfen. In dieser unerträglichen Situation wurde er Mitglied der Nichtraucher-Initiative. Seit damals haben sich die Luftverhältnisse an seinem Arbeitsplatz erheblich verbessert bis hin zum 2004 erlassenen Rauchverbot auf dem gesamten Betriebsgelände. Daran war der studierte 29-jährige Betriebswirt an vorderster Front beteiligt, denn das Rauchverbot für den Zweigbetrieb eines großen Münchner Konzerns wurde im Rahmen des Projekts "Sicherheit, Sauberkeit und Reinigung", für das er die Verantwortung trug, in enger Abstimmung mit der Geschäftsleitung eingeführt. In seiner Familie und im Bekanntenkreis befinden sich fast ausschließlich Nichtraucher. "Mit den wenigen Uneinsichtigen führe ich teilweise heftige Diskussionen", erzählt Roland Putz. Die Plakatwand in der S-Bahnstation Karlsfeld habe er gewählt, weil der Bahnhof vor kurzem zu einem rauchfreien Bahnhof erklärt worden ist, was aber viele Raucher nicht davon abhalten würde, weiter gesundheitsschädlichen Tabakqualm zu verbreiten. 
Die Plakatwand steht genau gegenüber dem Kiosk. Roland Putz hofft, "dass sich der eine oder andere wartende Fahrgast dadurch direkt angesprochen fühlt". Den Appell an rauchende Eltern sieht Roland Putz auch als Appell gegen die Tabakwerbung, die vor allem auf junge Menschen zielt. "Ich wünsche mir, dass sich noch viele andere verantwortungsbewusste Menschen bei der Nichtraucher-Initiative melden und die Kosten für zehn Tage Plakatwand spenden." Ernst-Günther Krause
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