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Nichtraucher-Info Nr. 66 - II/07 Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Freitag, 13. April 2007

Umsatzrückgang im Gaststättengewerbe auch 2006

Pressemitteilung des Statischen Bundesamtes vom 15. Februar 2007

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurde im Gastgewerbe in Deutschland im Jahr 2006 nominal 1,4% mehr als im Jahr 2005 abgesetzt. Real – also unter Ausschal-tung von Preisänderungen – entsprach der Umsatz dem des Vorjahres (0,0%). Damit konnte der seit 2002 im Gastgewerbe anhaltende Umsatzrückgang gestoppt werden. Zu dieser positiven Entwicklung trugen das Beherbergungsgewerbe (nominal + 3,8%; real + 2,3%) und die Kantinen und Caterer (nominal + 3,3%; real + 2,0%) bei. Im Gaststättengewerbe waren dagegen die Umsätze 2006 sowohl nominal (- 0,7%) als auch real (– 1,9%) niedriger als im Vorjahr.

Im Dezember 2006 lag der Umsatz des Gastgewerbes nominal um 1,5% höher und real um 0,3% niedriger als im Dezember 2005. Im Vergleich zum November 2006 war der Umsatz im Gastgewerbe im Dezember 2006 nach Ka-lender- und Saisonbereinigung nominal genau so hoch (0,0%), real wurde 0,1% mehr als im Vormonat umgesetzt.

Nominal und real höhere Umsätze als im Dezember 2005 erzielten nur die Unternehmen des Beherbergungsgewerbes (nominal + 4,4%, real + 2,2%). Die Kantinen und Caterer, zu denen auch die Lieferanten der Fluggesell-schaften gehören (nominal + 0,1%, real – 1,5%) und das Gaststättengewerbe (nominal 0,0%, real – 1,7%) mussten dagegen reale Umsatzeinbußen gegenüber dem Vorjahresmonat hinnehmen.

http://www.destatis.de/presse/deutsch/pm2007/p0590171.htm

Umsatzentwicklung im Gastgewerbe
2006 gegenüber 2005

 

nominal

real

Gastgewerbe insgesamt 

+ 1,4 %

± 0,0 %

Beherbergungsgewerbe 

+ 3,8 %

+ 2,3 %

Kantinen/Caterer 

+ 3,3 %

+ 2,0 %

Gaststättengewerbe 

- 0,7 %

- 1,9 %

Nur das Gaststättengewerbe tanzt aus der Reihe. Seit Mitte der 1990er Jahre schliddert die speise- und getränkegeprägte Gastronomie von einem Defizit ins andere. Um mehr als 20 Prozent ging der Umsatz in den letzten zehn Jahren real zurück. Selbst im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft, die dem Beherbergungsgewerbe einen spürbaren Umsatzzuwachs brachte, schrieb das Gaststättengewerbe rote Zahlen. Der Unterschied beträgt immerhin 4,2 Prozent. Der konjunkturelle Aufschwung im Inland ging am Gaststättengewerbe voll vorbei. Nichtraucher wollen halt rauchfreie Luft und keine etwas weniger rauchhaltige Luft. Sie kommen in größerer Zahl erst dann oder häufiger, wenn die Luft wirklich rauchfrei ist.

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