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Nichtraucher-Info Nr. 66 - II/07 Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Freitag, 13. April 2007

Stadtverwaltung Köln seit März weitgehend rauchfrei

Mit "Rauchfreie Stadtverwaltung" ist die Präambel der Mitteilung überschrieben, in der den Beschäftigten das absolute Rauchverbot verkündet wird, das der Kölner Stadtvorstand am 18. November 2006 beschlossen hat. In klaren Worten ist festgehalten, dass § 5 ArbStättV das Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz garantiert, dass kein Nachweis mehr erforderlich ist, dass Tabakrauch am Arbeitsplatz das Leben und die Gesundheit gefährden und dass der Arbeitgeber auch ohne Aufforderung verpflichtet ist, Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten zu ergreifen. Weiter heißt es:

"In allen städtischen Dienstgebäuden und -räumen einschließlich der Außenbereiche, in denen schutzbedürftige Interessen vorliegen (Kindertagesstätten, Kinderheim u.ä.), besteht ab dem 01.03.2007 ein absolutes Rauchverbot. Das Rauchverbot gilt für den Bereich der gesamten Stadtverwaltung einschließlich der Eigenbetriebe und eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen sowie für Dienstfahrzeuge."

Da Nikotinabhängige meist nicht von heute auf morgen das Rauchen ganz einstellen können, gibt es eine Ausnahme vom allgemeinen Rauchverbot: "Raucherinnen und Raucher haben weiterhin, jedoch sehr eingeschränkt, die Möglichkeit, in den offiziellen Pausenzeiten von 12 bis 14 Uhr und außerhalb der oben genannten Bereiche zu rauchen." Alle Aschenbecher werden entfernt, "um ein Animieren zum Rauchen zu verhindern".

Unterschrieben ist die Mitteilung von Oberbürgermeister Fritz Schramma.

Rauchfreie Gebäude bei DaimlerChrysler und VW

Ab 1. Juli 2007 gilt in allen Gebäuden und Fabrikhallen der DaimlerChrysler AG in Deutschland ein generelles Rauchverbot. Diese Regelung gilt für alle Mitarbeiter, Führungskräfte und den Vorstand – insgesamt 150 000 Personen. Nikotinabhängigen werden in Außenbereichen Unterstände zum Rauchen zur Verfügung gestellt.

Bequemer haben es dagegen die Raucher im VW-Stammwerk in Wolfsburg. Bis 2008 sollen nur die Arbeitsplätze der 50 000 Beschäftigten und nicht die Gebäude und Fabrikhallen rauchfrei werden. So ist es für die Nikotiniker von VW mit keinem hohen Zeitaufwand verbunden, die Stellen im Haus aufzusuchen, an denen sie sich das Giftgemisch Tabakrauch zuführen können. Das kommt VW natürlich teuer, denn jeder nicht für den Betriebszweck (die Herstellung von Fahrzeugen) genutzte, sondern zum Rauchen bereitgestellte Quadratmeter eines Gebäudes verur-sacht erheblich mehr Kosten als ein Unterstand im Freien. Darüber hinaus fördern leicht zugängliche Raucherzonen ein gesundheitswidriges und kostenträchtiges Verhalten. Aber unökonomische Entscheidungen sind in Niedersachsen unter der Regentschaft von Ministerpräsident Christian Wulff ja an der Tagesordnung

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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 1. März 2011 )