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Seite 17 von 26 Rauchfreie Disco ein großer ErfolgFür sein Boulevardmagazin "taff" produzierte der Fernsehsender ProSieben einen Beitrag über die Reaktion der Besucher auf einen rauchfreien statt verqualmten Disco-Abend. Um den Unterschied der Schadstoffbelastung mit festen Daten untermauern zu können, bat ProSieben-Reporter Marcus Meyer die NID und die Nichtraucher-Initiative München (NIM), Feinstaubmessungen in der nahe dem Hauptbahnhof gelegenen Meinburk-Disco vorzunehmen.  NIM-Vorstandsmitglied Udo Hattwig (links), daneben Disco-Geschäftsführer Konstantin Irnsperger an der Theke, bevor die Besucher eingelassen wurden. Am 15. März 2007 begaben sich Udo Hattwig für die NIM und Ernst-Günther Krause für die NID frühzeitig an die Stelle des "Qualm-Verdrusses", um noch vor Einlass Messungen vorzunehmen. Bei den tabakrauchspezifischen PM2,5-Partikeln waren um 21 Uhr auf dem Monitor des Gerätes 25 Mikrogramm abzulesen. Das ist genau der Grenzwert, den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Partikel dieser Größenordnung als noch annehmbare Kurzzeitbelastung zulässt. Im Durchschnitt eines Jahres sollten es nicht mehr als 10 Mikrogramm sein.Bis zum Einlass um 22:30 Uhr erhöhten sich die gemessenen Werte – der Discjockey und der Tontechniker des ProSieben-Teams qualmten hin und wieder – auf bis 45 Mikrogramm. Doch mit der Zahl der Disco-Besucher stieg auch die Schadstoffbelastung kontinuierlich, bis gegen Mitternacht ein vorläufiger Höhepunkt bei den PM2,5-Partikeln erreicht war: Das 12-fache des WHO-Grenzwertes wurde rund zehn Minuten vor und das 18-fache rund 10 Minuten nach Mitternacht am Rande der Tanzfläche an der Theke gemessen. | Uhrzeit | PM1,0 | PM2,5 | PM7,0 | PM10,0 | | 23:51 | 112 | 301 | 378 | 430 | | 00:08 | 126 | 453 | 553 | 609 |
Eine richtige Gifthöhle – trotz ständiger und intensiver Frischluftzufuhr und Ab-fuhr verqualmter Luft, deutlich hörbar an den lauten Geräuschen, die das Lüftungssystem auf dem Dach des einstöckigen Gebäudes produzierte. Am nächsten Tag wurden die Besucher "kalt erwischt". Ohne Vorwarnung in der Zeitung oder im Internet (www.meinburkclub.com) wurden sie beim Betreten der Disco darauf hingewiesen, dass das Rauchen heute verboten sei. Geraucht werden dürfe nur auf dem Hinterhof im Freien bei Temperaturen um 6 bis 8 Grad. Doch nur wenige machten kehrt. Der rauchfreie Disco wurde ein großer Erfolg. Überwiegend positive Kommentare ließen das Herz des Geschäftsführers und des größtenteils nichtrauchenden Personals höher schlagen. Eine Befragung von 411 Gästen durch die Ruben Wester-Ebbinghaus PR brachte folgendes Ergebnis: Meinburk-Disco Gästebefragung – Endergebnis | | Welches Geschlecht hast Du? | männlich | 279 | | weiblich | 134 | | Wie alt bist Du? | | 18-20 | 105 | | 20-25 | 237 | | 25-30 | 71 | | Rauchverbot in Gaststätten und Clubs finde ich | | super | 256 | | totalen Mist | 106 | | mir egal | 49 | | Ich bin dafür, dass nicht mehr im Club geraucht wird, weil | | meine Klamotten dann morgens nicht mehr so stinken | 175 | | ich Nichtraucher bin | 85 | | ich Angst vor der Gesundheitsbelastung habe | 86 | | Ich würde es super finden, wenn der Club "Meinburk" | | innen komplett rauchfrei wird und es eine zusätzliche Outdoor-Raucher-Lounge gibt | 275 | | hin und wieder rauchfreie Nächte macht | 33 | | weiterhin ein Raucher-Club bleibt | 103 |
Die "Meinburk" war ein Ausstellungs- und Verkaufsraum für Küchen, deshalb ist auch noch "Küchenstudio Meinburk" auf der Frontseite zu lesen. Nachdem das Küchenstudio schließen musste, stand es eine Weile leer. Viel Kreativität, Schweiß und Arbeit wurde investiert, um die Räume discogerecht zu gestalten. Außen ist noch einiges zu tun, um die Attraktivität zu steigern. Vom rauchfreien Disco-Abend nimmt Geschäftsführer Konstantin Irnsperger vor allem die Erkenntnis mit, dass die Befürchtung, ein generelles Rauchverbot durch den Gesetzgeber könnte die Nachfrage mindern, völlig unberechtigt ist. Zurück zum Inhaltsverzeichnis
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