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Seite 12 von 44 Rauchen und Trinken wird Jugendlichen leicht gemacht Eine Studie im auch außerhalb Berlins bekannt gewordenen Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg belegt, dass Kindern und Jugendlichen der Zugang zu Tabak und Alkohol leicht gemacht wird. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse. Initiator und Koordinator der Studie: Johannes Spatz Telefon 030 747 559-22. In Schulen von Friedrichshain-Kreuzberg wurden 1 147 Schülerinnen und Schüler im Herbst 2006 nach ihren Konsumgewohnheiten in Hinblick auf Tabak und Alkohol befragt. Außerdem wurden in diesem Zusammenhang Werbung und Verkauf im Umfeld von 21 Schulen im Bezirk untersucht. Die Studie wurde von Anna-Mariana Stern und Nicole Tempel, die beide an der Universität Bremen Gesundheitswissenschaften studieren, in der Plan- und Leitstelle Gesundheit des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg durchgeführt. Die Ergebnisse sind alarmierend. Nahezu jeder Dritte (31 %) der 13- bis 17-Jährigen raucht Zigaretten. Diese Raucherquote von Friedrichshain-Kreuzberg lässt den bundesweiten Wert von 18 Prozent, der im Februar 2007 von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung genannt wurde, weit hinter sich. Die Studie belegt, dass es für Jugendliche so gut wie keine Zugangsbarrieren für Zigaretten gibt. So gaben nur 3 Prozent der 13- bis 15-Jährigen an, dass sie beim Zigarettenkauf "immer" nach dem Ausweis gefragt werden. 70 Prozent von ihren berichteten, dass sie Zigaretten ganz ohne Vorlage des Ausweises erwerben können. Zwei Drittel der Schüler/-innen dieser Altersgruppe gaben an, ihre Zigaretten im Umfeld der Schulen zu kaufen. Überraschend war, dass 70 Prozent der 13- bis 15-Jährigen die Zigaretten am Kiosk kaufen. Weil der Verkauf an sie dort verboten ist, war erwartet worden, dass die Kinder und Jugendlichen ihre Zigaretten über Automaten (dieser Verkaufsweg ist gegenwärtig noch nicht reglementiert) beziehen. Um jede Schule herum befinden sich im Abstand von 250 Metern durchschnittlich 19 Verkaufsstellen und 17 Werbeflächen für Tabak- und Alkoholwaren. 52 Prozent der Kinder und Jugendlichen hielten die Tabakwerbung auf den Plakaten für jugendorientiert, weil sie Personen zeigt, die in Verbindung mit Kleidung und Umgebung jünger als 30 Jahre wirken. Zurück zum Inhaltsverzeichnis
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