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Nichtraucher-Info Nr. 71 - III/08 Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Donnerstag, 21. August 2008

Rauchverbote helfen bei jugendlichen Rauchern

Rauchverbote verringern das Risiko Jugendlicher, vom gelegentlichen zum regelmäßigen (gewohnheitsmäßigen) Raucher zu werden, um 40 Prozent. Das haben Forscher um Michael Siegel von der Boston University of Public Health (Massachusetts) herausgefunden. Die Wissenschaftler berichten in den "Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine (Band 162) über ihre Resultate. Dafür hatten sie mehr als 2 000 Jugendliche über mehrere Jahre hinweg zu ihren Rauchgewohnheiten befragt. Die Antworten verglichen sie dann mit den Schutzbestimmungen für Nichtraucher in den Heimatstädten der Jugendlichen. Begonnen wurde die Studie mit 3 834 Jugendlichen, die zwischen 2001 und 2002 im Alter zwischen 12 und 17 Jahren erstmals befragt wurden. Von diesen jungen Leuten trafen die Forscher zwei Jahre später 2 791 erneut. Weitere zwei Jahre danach stand das letzte Interview an, diesmal noch mit 2 217 Teilnehmern. Sie alle stammten aus 301 Gemeinden des US-Bundesstaates Massachusetts.

Die Stärke der lokalen Vorschriften – meist ist das Rauchen in den Restaurants verboten – hatte keinen Einfluss darauf, ob die Jugendlichen das Rauchen überhaupt einmal ausprobierten. Solche experimentellen Raucher (Probier-Raucher) haben in ihrem Leben weniger als 100 Zigaretten geraucht, erklärt Michael Siegel. Das Überschreiten dieser Zahl markiert den Übergang zum etablierten Raucher. Und das Risiko dafür war in den Städten mit Rauchverboten um 40 Prozent verringert. Zur Erklärung heißt es, dass die Jugendlichen in geschützten Kommunen in der Öffentlichkeit weniger Kontakt zu Rauchern hatten. Zudem habe die Zigarette in solchen Regionen einen anderen – schlechteren – sozialen Status. Beide Effekte, so der Wissenschaftler, sollten den Übergang zum etablierten Raucher erschweren. Das erste Ausprobieren wäre von den Verboten hingegen nicht betroffen. Damit seien die Restriktionen für Raucher in Restaurants womöglich ein besonders effektiver Schutz für Jugendliche.

n-tv, 13.05.08

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