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Nichtraucher-Info Nr. 73 - I/09 Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Sonntag, 21. Dezember 2008

Riesiger Umsatzzuwachs in Bayerns Kneipen

Gesetzlicher Nichtraucherschutz Konjunkturprogramm für die Gaststätten

Die bayerische Variante des Nichtraucherschutzes in Gaststätten hat sich als Erfolgsmodell erwiesen – und das trotz gewisser Schwächen, die jedoch keinen nennenswerten Einfluss auf das Gesamtergebnis hatten.

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Ganz im Gegensatz zu den in der Öffentlichkeit beklagten Umsatzverlusten der getränkegeprägten Gastronomie – hiermit sind die Schankwirtschaften, Diskotheken und Tanzlokale sowie die sonstige getränkegeprägte Gastronomie gemeint – fallen die von neutraler Stelle ermittelten Umsatzzahlen aus. Bei der repräsentativen Stichprobe des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung werden acht Prozent der Betriebe mit einem Jahresumsatz von 50.000 Euro und mehr befragt; dieses Resultat wird dann "methodisch einwandfrei hochgerechnet". Halbjahres- und Ganzjahresumsätze sind besonders aussagekräftig, weil sie monatliche Sonderbewegungen ausgleichen.

Dass sich die Raucherclubs in Bayern nicht gravierend auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt haben, zeigen die monatlichen Veränderungsraten. Diese müssten am Anfang des Jahres 2008 erheblich im Minus liegen und sich später besser entwickeln. Das jedoch bestätigen die bayerischen Daten nicht. Vielmehr zeigen diese noch nicht kalenderbereinigten Daten nur Abweichungen vom Trend, die von Wettereinflüssen (2008: kühl und feucht im März und im April; 2007: warm und sonnig im März und April) und auf verschiedene Monate fallenden Ferienzeiten (Osterferien: 2008 voll im März, 2007 voll im April; Pfingstferien: 2008 voll im Mai, 2007 größtenteils im Juni; Beginn der Sommerferien 2007 am 30. Juli, 2008 am 4. August) geprägt sind und nicht von der Zunahme der Raucherclubs. Ganz abgesehen davon: Ohne neu gewonnene Gäste würden die Veränderungsraten weiterhin im negativen Bereich liegen.

Da der Nichtraucherschutz in der speisegeprägten Gastronomie (Restaurants mit herkömmlicher oder Selbstbedienung, Cafes, Eissalons, Imbissstuben) in den letzten Jahren schon eine gewisse Verbesserung erfahren hat, sind die Umsatzzuwächse mit 4,0 Prozent wohl etwas geringer ausgefallen als in der getränkegeprägten Gastronomie.

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Besonders auffallend ist, dass die
enormen Umsatzsteigerungen in Bayern in einem Halbjahr erfolgt sind, in dem das reale Wirtschaftswachstum (Sozialprodukt) gegenüber dem Vorhalbjahr um rund einen Prozentpunkt geringer ausgefallen ist (1,8 Prozent statt 2,9 Prozent im ersten und 1,7 Prozent statt 2,5 Prozent im zweiten Quartal).

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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 1. März 2011 )