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Nichtraucher-Info Nr. 73 - I/09 |
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Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause
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Sonntag, 21. Dezember 2008 |
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Seite 19 von 35 200 Hollywoodstars fürs Rauchen bezahlt Die britische Zeitschrift Tobacco Control berichtete in ihrer Oktoberausgabe über das Ergebnis einer Studie der Wissenschaftler Lum, Polansky, Jackler und Glantz, die die Verbindungen zwischen der Tabakindustrie und Schauspielgrößen untersucht hatten. Sie fanden heraus, dass zwischen 1927 und 1951 fast 200 Hollywood-Stars bei den Werbekampagnen von Tabakkonzernen wie American Tobacco, Reynolds, Liggett & Myers und anderen fürs Rauchen auf der Leinwand eingesetzt und bezahlt wurden. Laut der Studie zahlte allein American Tobacco in der Saison 1937/38 insgesamt 218 750 Dollar an Hollywood-Größen, damit diese die Marke Lucky Strike bekannt machten – das entspräche heute etwa zwei bis drei Millionen Euro.  Aufgepasst: Auf der Briefmarke mit Bette Davis fehlt etwas. – Richtig, eine Zigarette! Eine ganze Generation Frauen träumte davon, so kühl und selbstbewusst zu sein wie Bette Davis (1908-1989) – eine Generation Männer träumte davon, von ihr verführt zu werden. Für ihre Schauspielkunst kassierte die Hollywood-Diva ein Vermögen. Jetzt weiß man, dass sie auch dafür bezahlt wurde, möglichst viele Menschen zum Rauchen zu bringen – genauso wie John Wayne, Clark Gable, Joan Crawford und Spencer Tracy. Ihre Studios handelten mit den Tabakkonzernen geheime Verträge aus. Als Gegenleistung priesen die Schauspieler "ihre" Zigarettenmarke in höchsten Tönen (sanft, entspannend usw.) und zelebrierten das Rauchen in den Filmen nach allen Regeln der Kunst. Zwar sind Humphrey Bogart und die meisten seiner Schauspielkollegen schon lange tot, doch die damalige Investition der Tabakindustrie wirkt mit jeder Wiederholung der Filmklassiker weiter. Tobacco Control, Oktober 2008 Zurück zum Inhaltsverzeichnis
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 1. März 2011 )
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