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Nichtraucher-Info Nr. 73 - I/09 |
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Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause
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Sonntag, 21. Dezember 2008 |
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Seite 20 von 35 Hans-Ulrich Jörges Pfeifenkopf des Jahres 2008 "Die neuen Gesetze zum Rauchverbot sind weit übers Ziel hinausgeschossen: Sie dienen nicht dem Schutz von Nicht-rauchern, sondern der Unterdrückung der Raucher – und verletzen damit Freiheitsrechte und Menschenwürde." Diese Äußerung in der 51. und vorletzten Ausgabe des "Stern" im Jahre 2007 hat ihrem Redakteur Hans-Ulrich Jörges einen Preis beschert. Das "Tabak Forum", die Interessengemeinschaft der Pfeifen- und Tabakindustrie, hat ihn zum Pfeifenraucher des Jahres 2008 gekürt. Die Laudatio hielt der CDU-Bundestagsabgeordnete Laurenz Mayer. Von diesem ist bekannt, dass er zeitweilig drei Gehälter bezogen hatte und auf Druck der Parteibasis am 22. Dezember 2004 als Generalsekretär der CDU zurücktreten musste. "Ich rauche. Und ich lasse mir das nicht verbieten." Hinter diesem Bekenntnis könnte Altersstarrsinn stecken – auch wenn Hans-Ulrich Jörges erst 57 Jahre alt ist. Aber auch Arroganz ist in seinem Fall nicht ganz abwegig – als Mitglied der Chefredaktion des "Stern" und Chefredakteur für Sonderaufgaben des Verlages Gruner + Jahr. Ende 2007 meinte Jörges: "Was schon seit dem Sommer in einigen Bundesländern praktiziert wird und vom 1. Januar an in den meisten anderen folgen wird, ist aber kein Nichtraucherschutz mehr, sondern mit Akribie und Perfidie in Szene gesetzte Raucher-Unterdrückung. Das ist keine Kleinigkeit, keine Übergangserscheinung einer zunehmend dem Gesundheitsschutz verpflichteten Gesellschaft. Das greift in die Grundrechte der Verfassung ein – und es verletzt massiv die Würde des (rauchenden) Menschen." Inzwischen hat das Bundesverfassungsgericht bestätigt, dass das Rauchen keine grundsätzlich schützenswerte Verhaltensweise darstellt und dass ein Rauchverbot ohne Ausnahme in Gaststätten verfassungsgemäß ist. Zweimal hat Jörges mehrere Jahre gar nicht mehr geraucht – warum eigentlich? Wieder angefangen hat er, "weil ich das Rauchen genieße". Diesen Genuss will ihm auch niemand nehmen, höchstens die Möglichkeit, überall und jederzeit und auf Kosten anderer Menschen das hochgiftige Schadstoffgemisch Tabakrauch zu verbreiten. Zurück zum Inhaltsverzeichnis
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 1. März 2011 )
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