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Mitgliederversammlung der NID am 11. Mai 1996 in Heidelberg

Herr Prof. Gerhard Mai, Präsident der NID, begrüßte um 15.45 Uhr im Kommunikationszentrum des Deutschen Krebsforschungszentrum 33 Einzelmitglieder, 11 Vertreter von Nichtraucher-Initiativen, die der NID angehören, und 10 Gäste (vgl. Teilnehmerliste) und stellte die Beschlußfähigkeit der Versammlung fest. Anschließend trug der geschäftsführende Vize-Präsident, Herr Ernst-Günther Krause, den Rechenschaftsbericht für das Geschäftsjahr 1995 vor und erläuterte den allen Anwesenden vorliegenden Bericht über die Finanzbewegungen.

Herr Günter Feldt, der zusammen mit Herrn Gottfried Meißner die Rechnungsprüfung vorgenommen hatte, bescheinigte danach dem Vorstand die einwandfreie Rechnungsführung.

Nach kurzer Diskussion kam die Mitgliederversammlung dem Antrag auf Entlastung des Vorstands einstimmig bei Enthaltung der Vorstandsmitglieder nach.

Anschließend wurde der alte Vorstand en bloc einstimmig wiedergewählt.

Die Mitgliederversammlung bestimmte anschließend jeweils einstimmig Frau Vilda Balkes, Herrn Günter Feldt und Herrn Gerhard Haußmann zu Rechnungsprüfern.

Unter TOP Verschiedenes informierte Herr Dr. Werner Eberl über die Erfahrungen mit der NID im Internet.

Der Präsident der NID, Herr Prof. Gerhard Mai, schloß die Mitgliederversammlung um 17.40 Uhr.

Auch in diesem Jahr nahmen die Bemühungen des Vorstands um ein Nichtraucherschutz-Gesetz breiten Raum ein - vor allem in Form von Pressemitteilungen, Presseinterviews, Rundfunk- und Fernsehdiskussionen, Kontakte mit Bundestagsabgeordneten u.a.m. Durch die Postkartenaktion "Passivrauchen macht krank" konnte verhindert werden, daß der in Diskussion befindliche Gesetzentwurf zu einem Raucherschutzgesetz verkommt.

Die NID verlieh den Medienpreis für eine rauchfreie Gesellschaft 1995 in München an die Ärztin und Fernsehmoderatorin Dr. Antje-Katrin Kühnemann.

Im Februar erschien der Gastronomieführer für Nichtraucher der NID erstmals als Taschenbuch. Die nächste Aktualisierung übernimmt der Hans-Nietsch-Verlag.

Sehr viel Anklang fand und findet weiterhin die in einer neuen Auflage erschienene NID-Broschüre Informationen rund um den Nichtraucherschutz zur Situation am Arbeitplatz und zu rauchenden Nachbarn. Sie wird immer häufiger von Gesundheitsämtern und Krankenkassen angefordert.

Wie in den Vorjahren nahm der Postversand einen erheblichen Teil der Arbeitskapazität in Anspruch. Insgesamt wurden dem Postdienst 5.954 Standardsendungen, 245 Päckchen und Pakete sowie mehr als 250 individuell formulierte Briefe zur Beförderung übergeben.

Anzeigen gegen das ZDF wegen Werbung für die Zigarettenmarke West und SAT.1 blieben leider ergebnislos. Ob der Protest der NID gegen das Sponsern der Parteitage der CDU, CSU, FDP und SPD durch Tabakkonzerne die Parteien zur Abkehr von dieser Form der Einflußnahme auf die politische Willensbildung führt, wird die Zukunft zeigen.

Gemeinsam mit dem Ärztlichen Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit formulierte die NID das deutsche Motto des Welt-Nichtrauchertags (Rauchen kommt uns teurer, als wir denken!) und gab ein Faltblatt mit Zahlen und Fakten zu den gesundheitlichen Folgen des Rauchens sowie zu den Auswirkungen auf Staat und Wirtschaft heraus. Darüber hinaus leistete die NID Öffentlichkeitsarbeit in Form von Pressemitteilungen, Pressegesprächen und Materialversand.

Bei einem Kongreß von Arbeitsmedizinern in Wiesbaden war die NID durch ihren Vizepräsidenten Ernst-Günther Krause mit einem Vortrag über das Rauchen unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten vertreten. Die vorgetragenen Fakten fanden auch Eingang in einige Zeitungsartikel.

Einige Mitglieder, unter ihnen Gerhard Sensenschmidt, Werner Rottschky und Dr. Werner Eberl, trugen durch ihre Aktivitäten ebenso wie der NID-Vorstand mit seiner Pressearbeit erheblich dazu bei, daß die NID in der Öffentlichkeit und von Politikern auf Landes- und Bundesebene als ernsthafter Ansprechpartner wahrgenommen wurde.

Wie in den vergangenen Jahren klappte die Zusammenarbeit zwischen der NID und den regionalen Nichtraucher-Initiativen sowie dem Ärztlichen Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit sehr gut. Der Kontakt mit den ausländischen Nichtraucher-Organisationen vollzog sich meist auf der Basis gegenseitiger Information über die Vereinspublikationen.

Wie andernorts macht sich auch bei der NID die schlechte Wirtschaftslage und die hohe Arbeitslosigkeit bemerkbar. Die Zahl der Einzelmitglieder ging um 3 auf 541 zurück. Die Zahl der Mitglieder der lokalen und regionalen Nichtraucher-Initiativen, die der NID angeschlossen sind, liegt bei etwa 3.500, so daß die NID als Dachverband rund 4.000 organisierte Nichtraucher vertritt.

Zum Schluß möchte ich im Namen des Vorstands allen Mitglieder all denjenigen danken, die uns durch ihre Aktivitäten dem Ziel einer Gesellschaft, in der sich Nichtraucher ohne Belästigung durch Tabakqualm bewegen können, näher gebracht haben.

Ernst-Günther Krause


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