Weltnichtrauchertag 2020
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Donnerstag, 28. Mai 2020
Der beste Schutz vor Manipulation durch die Tabakindustrie
ist ein umfassender Nichtraucherschutz für Kinder und Jugendliche

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den diesjährigen Weltnichtrauchertag unter das Motto „Protecting youth from industry manipulation and preventing them from tobacco and nicotine use“ gestellt. Denn die Tabakindustrie wendet weltweit Marketingstrategien mit dem Ziel an, Kinder und Jugendliche für Tabakprodukte und neuerdings auch E-Zigaretten zu gewinnen. Zwar bieten ihr die Werbeverbote und Werbebeschränkungen in vielen Staaten erfreulicherweise nicht mehr viel Raum – doch in Deutschland gegenwärtig leider noch viel zu viel.

Das soll künftig anders werden – verteilt auf drei Jahre. So soll das Verbot der Tabakwerbung Anfang 2022 in Kraft treten, das Verbot der Werbung für Tabakerhitzer ein Jahr später und das Verbot für E-Zigaretten am 1. Januar 2024.

Verkaufsbeschränkung auf Fachgeschäfte des Tabakwarenhandels

„Wer die Manipulationen der Tabakindustrie wirksam unterbinden will, muss die Werbung und den Verkauf auf reine Fachhandelsgeschäfte für Tabakwaren beschränken“, erklärt Ernst-Günther Krause, geschäftsführender Vizepräsident der Nichtraucher-Initiative Deutschland e.V. (NID). Tabakwaren hätten in Lebensmitteilgeschäften ebenso wenig verloren wie in Tankstellen. „Der Verkauf von Zigaretten an der Kasse eines Lebensmittelmarktes verknüpft gesundheitserhaltende und gesundheitsschädigende Produkte. Das ist reinste Manipulation.“

Nichtraucher und Raucher mehrheitlich für Schutz junger Menschen

Wer als junger Mensch in rauchfreier Umgebung aufwächst, hat eine gute Chance, lebenslang Nichtraucher zu bleiben, belegen nahezu alle wissenschaftlichen Studien. Und auch in der Bevölkerung gibt es große Mehrheiten für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Tabakrauch. Das zeigt die im Sommer letzten Jahres von der NID bei der GfK Marktforschung in Auftrag gegebene Repräsentativstudie. Rund 90 Prozent der Nichtraucher und knapp 80 Prozent der Raucher wünschen sich ein Rauchverbot auf Kinderspielplätzen und im Auto, wenn Kinder mitfahren. 85 Prozent der Nichtraucher und zweidrittel der Raucher plädieren für ein Rauchverbot in Wohnräumen, wenn sich darin Kinder befinden.

Für die NID ist der beste Schutz vor Manipulation durch die Tabakindustrie ein umfassender Nichtraucherschutz für Kinder und Jugendliche

Eine PDF-Datei mit dem Original der GfK-Umfrage kann bei der NID angefordert werden.

Ernst-Günther Krause
geschäftsführender Vizepräsident der
Nichtraucher-Initiative Deutschland e.V.
Carl-von-Linde-Str. 11
85716 Unterschleißheim
Telefon 089 3171212
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www.nichtraucherschutz.de
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 28. Mai 2020 )