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Nichtraucherschutz in der Öffentlichkeit Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Sonntag, 9. April 2006

Bitte beachten Sie, dass sich die folgenden Ausführungen auf die Zeit vor 2007 beziehen.
Mit der
Verabschiedung von Nichtraucherschutzgesetzen hat sich die Rechtslage seitdem stark verändert.

 Nichtraucherschutz an anderen Orten

Bürgerversammlungen, Mitgliederversammlungen, Pausen-, Aufenthalts- und Warteräume, Flure, Aufzüge, Behörden, Krankenhäuser, Kliniken, Schwimmbäder, Erholungszentren, Geschäftspassagen, Einkaufszentren, Bahnhöfe, Reisebusse, Taxis - an vielen Orten und bei vielen Gelegenheiten trifft man auf Raucher, die sich keinen Deut um das Wohlbefinden und die Gesundheit ihrer Mitmenschen scheren. Was kann man dagegen tun?

Grundsätzlich gilt: Raucher müssen wissen und spüren, dass ihr Verhalten unerwünscht ist. Wer schweigt, braucht sich nicht zu wundern, wenn munter weiter gequalmt wird. Und wer keine Konsequenzen aus rücksichtlosem Verhalten zieht, muss damit rechnen, dass sein Bedürfnis auch weiterhin nicht ernst genommen wird. Klagen über zu geringe Fortschritte beim Nichtraucherschutz sind berechtigt. Schneller geht es jedoch nur, wenn sich mehr Menschen als bisher engagieren und alle Gelegenheiten ergreifen, das Thema anzusprechen: gegenüber ihren Verwandten, Freunden, Bekannten, Kollegen, Kunden, Geschäftspartnern, Politikern , gegenüber Medien usw.

Beim Nichtraucherschutz ist Schweigen Silber und Reden Gold! Inzwischen gehört es zum Allgemeinwissen, dass Passivrauchen gesundheitsschädlich ist. Der Nichtraucherschutz-Paragraf in der Arbeitsstättenverordnung unterstreicht diese Tatsache und erleichtert die Argumentation und die Durchsetzung von Schutzmaßnahmen, insbesondere dort, wo man einen rechtlichen Anspruch darauf hat. Es muss hier nicht besonders betont werden: Wer sich gründlich auf eine Auseinandersetzung vorbereitet und die passenden Argumente parat hat, hat meist auch Erfolg, erst recht, wenn er taktisch geschickt vorgeht.

Bei Versammlungen beispielsweise bedeutet das, dass dem Versammlungsleiter frühzeitig ein Geschäftsordnungsantrag vorgelegt wird. Wenn dann bei der Diskussion zwei, drei Teilnehmer - wie vorher verabredet - den Antrag unterstützen, erhält dieser nahezu hundertprozentig eine Mehrheit, vor allem dann, wenn der Antrag Raucherpausen vorsieht. Antrag zur Geschäftsordnung: Passivrauchen ist gesundheitsschädlich. Um die Gesundheit der Teilnehmer nicht zu gefährden, stelle ich den Antrag auf ein Rauchverbot im Versammlungsraum. Wenn erforderlich, können Raucherpausen eingelegt werden.

Entscheidend ist, dass die Raucher nicht einfach als schlechte Menschen hingestellt, sondern um Verständnis dafür gebeten werden, dass hier nicht geraucht werden darf, um die Gesundheit der Nichtraucher nicht zu gefährden. Diese Vorgehensweise verfehlt selten ihre Wirkung.

 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 22. Januar 2012 )