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Erhöhung der Tabaksteuer schafft Arbeitsplätze! Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Freitag, 16. Mai 2003
Bei jeder Erhöhung der Tabaksteuer erklingt das Lied vom Abbau der Arbeitsplätze. Dabei verschweigen die Glimmstängelhersteller geflissentlich, dass sie seit 1960 70.000 Arbeits­plätze abgebaut haben – und das trotz einer Vervielfachung der Produktionsmengen. Im Jahr 1960 weist das Statistische Bundesamt noch 80.000 Beschäftigte (nur alte Bundesländer!) in der Tabakindustrie aus. Danach sank die Zahl der Arbeitsplätze kontinuierlich um durchschnittlich fast 2000 pro Jahr auf 10.314 am Ende des Jahres 2002 (alte und neue Bundesländer). Kein Wirtschaftszweig hat auch nur einen annähernd vergleichbaren Arbeitsplatzabbau hinter sich bei gleichzeitig ständig steigendem Absätzen und Umsätzen.

Hinzu kommt, dass die Zigarettenkonzerne es verstanden haben, Produktionsstandorte in einem Bundesland zu schließen und in einem anderen mit zwei- und dreistelligen DM-Millionen an staatlichen Zuschüssen zu errichten. Am alten Standort gingen alle Arbeitsplätze verloren und am neuen reichte die halbe Mannschaft aus, um Produktionsrekorde aufzustellen. Dass das Geschäft mit Sucht­drogen ein sehr ertragreiches Geschäft ist, wurde den Arbeitnehmern der Abgang finanziell versüßt, so dass keine Klage laut wurde.

Jeder Euro, der nicht für Tabak ausgegeben wird, fließt in andere Wirtschaftsbereiche. Diese sind wesentlich arbeitsintensiver als die Tabakindustrie. Ein Beschäftigter in der Tabakverarbeitung sorgt für einen mehr als sechs Mal so hohen Umsatz wie im Durchschnitt ein Beschäftigter im gesamten Verarbeitenden Gewerbe. Selbst wenn man den Anteil der Tabaksteuer und die Handelsspanne herausrechnet, verhilft die Automation dem in der Tabakverarbeitung Beschäftigen noch zu einem doppelten Umsatzplus. Ein Rückgang des Tabakkonsums – und der ist mit jeder stärkeren Tabak­steuererhöhung verbunden, führt deshalb zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Für hundert Arbeitsplätze, die in der Tabakindustrie verloren gehen, entstehen in anderen Wirtschaftszweigen mehr als zweihundert neue.

Ernst-Günther Krause
geschäftsführender Vizepräsident


Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 1. Oktober 2006 )