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Erwerbstätige Raucher und Ex-Raucher um 50 Prozent häufiger krank als Nie-Raucher Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Montag, 27. Dezember 2004

Bezahlte Raucher-Pausen kosten den Unternehmen viele Millionen Euro. Noch mehr aber müssen deutsche Unternehmen für ihre rauchenden Mitarbeiter in Form von Entgeltfortzahlungen aufwenden. Wenn ein Nie-Raucher zwei Wochen krank ist, bleiben Raucher und Ex-Raucher im Durchschnitt drei Wochen dem Arbeitsplatz fern. Denn erwerbstätige Raucher und Ex-Raucher sind um sage und schreibe 50 Prozent häufiger krank als Nie-Raucher. Über den Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsbeiträgen tragen die Unternehmen auch einen Teil des Krankengelds und der Behandlungskosten sowie der Erwerbsunfähigkeitsrenten.

Auf Wunsch der Nichtraucher-Initiative Deutschland schlüsselte das Statistische Bundesamt die beim Mikrozensus 2003 ermittelten Daten für Nichtraucher nach Ex- und Nie-Rauchern auf. Dabei zeigte sich, dass die Ex-Raucher sogar häufiger krank sind als die Raucher, denn viele Raucher hören leider erst dann auf, wenn irreversible gesundheitliche Schäden eingetreten sind. Das Zusammenwerfen von Ex-Rauchern und Nie-Rauchern in einen Topf hat bisher das wahre Außmaß der Gesundheitsschäden durch Rauchen verschleiert.

Unter Kostengesichtspunkten bleibt den Unternehmen nur die Möglichkeit, ihre gegenwärtigen rauchenden Mitarbeiter schnellstmöglich zur Einstellung des Rauchens zu bewegen und künftig nur Nie-Raucher einzustellen. Wer um seine Wettbewerbsfähigkeit fürchtet, sei es national oder international, sollte zuvorderst dort sparen, wo es sowohl seinen Mitarbeitern als auch ihm selbst Vorteile bringt. Gesunde Mitarbeiter sorgen für höhere Produktivität als kranke.

Die NID erhofft sich von der neuen Datenlage einen Schub zum Nichtrauchen. "Jungen Menschen muss klar sein, dass sie nur dann gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz und auf beruflichen Erfolg haben, wenn sie nicht anfangen zu rauchen", begründet NID-Präsident Prof. Dr. Ekkehard Schulz seine Erwartung.

Alle Daten sind in Form von Excel-Dateien unter abrufbar.

 

Datenherkunft
Inhalt
NID-Berechnungen
in der Datei
NID-MiZ 2003 Erwerbsleben.xls
(4 Tabellenblätter)
Krankheitshäufigkeit von erwerbstätigen Rauchern und Ex-Rauchern gegenüber Nie-Rauchern
Kranke Raucher, Ex-Raucher und Nie-Raucher nach Beteiligung am Erwerbsleben - männlich
Kranke Raucher, Ex-Raucher und Nie-Raucher nach Beteiligung am Erwerbsleben - weiblich
Kranke Raucher, Ex-Raucher und Nie-Raucher nach Beteiligung am Erwerbsleben - insgesamt
NID-Berechnungen
in der Datei
NID-MiZ 2003 Alter.xls
(3 Tabellenblätter)
Kranke Raucher, Ex-Raucher und Nie-Raucher nach Altersgruppen - männlich
Kranke Raucher, Ex-Raucher und Nie-Raucher nach Altersgruppen - männlich
Kranke Raucher, Ex-Raucher und Nie-Raucher nach Altersgruppen - insgesamt
Statistisches
Bundesamt
StatBA_3.18 Erwerbsleben.xls
Kranke Raucher, Nichtraucher und frühere Raucher nach Geschlecht. Altersgruppen und Beteiligung am Erwerbsleben
Statistisches
Bundesamt
StatBA_3.15 Alter.xls
Kranke Raucher, Nichtraucher und frühere Raucher nach Geschlecht und Altersgruppen
Statistisches
Bundesamt
StatBA_3.16 Familie.xls
Kranke Raucher, Nichtraucher und frühere Raucher nach Geschlecht, Altersgruppen und Familienstand

 Weitere Auswertungsinformationen enthält der Leitartikel im Nichtraucher-Info Nr. 57 vom Januar 2005

Ernst-Günther Krause
geschäftsführender Vizepräsident

 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 2. Oktober 2006 )