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Veröffentlicht von Udo Hattwig   
Montag, 2. Mai 2005

Plakatwand appelliert an rauchende Eltern

Deutschland ist beim Nichtraucherschutz wahrlich kein Vorbild. Dessen wird sich die Fremdsprachenkorrespondentin Siglinde Pusch immer dann bewusst, wenn Sie von ihren Auslandsaufenthalten zurückkommt. Insbesondere im gastronomischen Bereich ist die Luft hierzulande meist so schlecht, dass sie lieber auf Restaurantbesuche verzichtet, als sich dem hochgiftigen Schadstoffgemisch Tabakrauch von Nachbartischen auszusetzen.

Die wenigen rauchfreien Gaststätten und Cafés in Berlin liegen von ihrer Wohnung so weit entfernt, dass sich ein Besuch nur bei besonderen Anlässen lohnt. Noch wichtiger als der Nichtraucherschutz in der Gastronomie ist der Mitarbeiterin eines Bundesministeriums jedoch der Schutz der Kinder. Sie bedauert zutiefst, dass fast 60 Prozent aller Kinder in Haushalten aufwachsen, in denen entweder der Vater oder die Mutter oder gar beide Eltern rauchen. Während von den 16- bis 69-Jährigen 41 Prozent rauchen, sind es bei den 20- bis 40-Jährigen einer Repräsentativumfrage der GfK Marktforschung vom Februar 2005 zufolge knapp über 50 Prozent.

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Siglinde Pusch mit Tochter Larissa vor der Plakatwand.

Foto: NID/Behrens

Dabei liegt der Raucheranteil bei den 20- bis 29-Jährigen bei 55,8 Prozent und bei den 30- bis 39-Jährigen bei 48,2 Prozent. Das sind genau die Altersgruppen, von denen die meisten Kinder geboren und großgezogen werden. Dreiviertel der Raucher rauchen regelmäßig mehr als 6 Zigaretten und gut 40 Prozent sogar über 15 Zigaretten pro Tag. Dass viele Glimmstängel im Beisein von Kindern in giftigen blauen Dunst aufgehen, ist eine Tatsache. Ihre 10-jährige Tochter kann Siglinde Pusch aus eigener Kraft davor bewahren, Tabakqualm einatmen zu müssen.

Für alle anderen Kinder will sie mit dem von ihr bezahlten Plakat-Appell an die rauchenden Eltern etwas tun. Zehn Tage lang mahnt das Großplakat der Nichtraucher-Initiative Deutschland unterhalb der Eisenbahnbrücke Lüneburger Straße die Passanten, nicht im Beisein von Kindern zu rauchen - nur wenige Schritte von der Anne-Frank-Grundschule und der Spree-Kindertagesstätte entfernt.

 

 

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 4. Oktober 2006 )