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Plakatwand in Hannover Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Udo Hattwig   
Donnerstag, 31. März 2005

Plakatwand appelliert an rauchende Eltern!

 Immer wieder begegnet Paul Lenz Eltern, die mit der Hand ihr Kind und mit der anderen Hand eine glim-mende Zigarette halten. Immer wieder sieht er aber auch nichtrauchende Eltern, die sich mit ihren kleinen Kindern gedankenlos in die Raucherzone eines Restaurants setzen, obwohl es eine Nichtrau-cherzone gibt. Diese bedenklichen Erlebnisse haben ihn bewegt, die Kosten für zehn Tage Plakatierung des Motivs "Kindesmisshandlung Passivrauchen" zu spenden.

Der 51-jährige Bauingenieur ist seit 1993 Mitglied der Nichtraucher-Initiative Deutschland e.V. (NID) und hat viele Jahre lang mit viel Engagement selbst eine eigene Internetseite zum Thema Rauchen betrie-ben. Als der Ärztliche Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit um Mithilfe bei einer Gaststättenumfrage bat, war er sofort zur Stelle. Das Rauchverbot in Gaststätten, mit dem Irland, Norwegen und Italien bereits beispielhaft vorangegangen sind, will er möglichst schnell auch in hierzulande haben, denn Gesundheit ist das wertvollste Gut, bei Erwachsenen genauso wie bei Kindern. Kinder, die in einem Raucherhaushalt leben, sind täglich Feinstaubkonzentrationen ausgesetzt, die weit über der von der EU festgesetzten Grenze für Städte und Gemeinden gelten.

Wissenschaftler der Universität München maßen in Wohnungen mit Rauchern Feinstaubkonzentrationen von mindestens 120 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter, ganz egal, ob am Stadtrand oder an Straßen mit starker Ver-kehrsbelastung. Tabakrauch besteht vor allem aus Feinstaub und ist in seiner Zusammensetzung erheblich giftiger als der Feinstaub, den Autos mit Dieselmotoren ohne Rußpartikelfilter in die Luft abgeben.

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Die Plakatwand in der U-Bahn-Station Kröpcke hat Paul Lenz mit voller Absicht gewählt: "Ich halte es für infam und pervers, ausgerechnet dort für Zigaretten zu werben, wo das Rauchen verboten ist." Den Appell an rauchende Eltern sieht er auch als Appell gegen die Tabakwerbung.

Er hofft, dass sich noch viele andere verantwortungsbewusste Menschen bei der NID melden und die Kosten für zehn Tage Plakat-wand spenden.

 

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 4. Oktober 2006 )