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Plakatwand in München Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Udo Hattwig   
Mittwoch, 8. Juni 2005

Plakatwand appelliert an rauchende Eltern!

Gabriele Weber, Mutter von zwei Töchtern, begegnet immer wieder Eltern, die ihre Kinder auf dem Schoß oder im Auto einqualmen und ihnen auf diese Weise schwere gesundheitliche Schäden zufügen. Und das, obwohl allen Rauchern spätestens nach Lesen der Warnhinweise auf den Zigarettenschachteln klar sein muss, was der Tabakrauch bei Kindern bewirkt.

Solche Eltern machen sich anscheinend nichts daraus, dass ihre Kinder bei der körperlichen Entwicklung Kindern von nichtrauchenden Eltern hinterher hinken, dass ihre Kinder häufiger an Erkältungen, Atemwegsbeschwerden und Mittelohrentzündungen leiden und dass ihre Kinder mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit später selbst zu Rauchern werden, weil der eklige Gestank des Tabakqualms als ganz normaler, alltäglicher Geruch wahrgenommen wird. Nicht selten bieten die eigenen Eltern den Kindern die erste Zigarette an.

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Schon oft hat Gabriele Weber rauchende Schwangere angesprochen oder Eltern, die ihre Säuglinge einqualmen. Im Münchner Tierpark begegnete sie einmal einer Mutter, die rauchte, während sie ihr Baby stillte. Ein anderes Mal meinte eine Mutter zu ihr: "Was wollen Sie denn, mein Sohn hatte bei der Geburt fast vier Kilo, das beweist doch, dass Rauchen in der Schwangerschaft nicht schädlich ist!" Gabriele Weber fragt sich immer wieder, wie Eltern es mit ihrem Gewissen vereinbaren können, ihren Kindern wissentlich Schaden zuzufügen. Kinder haben nicht so viele Möglichkeiten wie Erwachsene, dem schädlichen Tabakqualm aus dem Weg zu gehen. Da drängt sich der Verdacht auf, dass der Tabakqualm nicht nur die Luft, sondern auch das Gewissen vernebelt.

In der Wohnung von Gabriele Weber, die selbst noch nie geraucht hat, gilt ein striktes Rauchverbot. Mit ihrem Mann und ihren Kindern geht sie nur dorthin, wo sie sich rauchfrei bewegen kann. Bei Restaurantbesuchen fragt sie grundsätzlich nach einem Nichtraucherraum und verlässt das Lokal, wenn sie eine negative Antwort bekommt. "In Deutschland halten es viele Raucher für ihr Privileg, Nichtraucher einzuqualmen", stellt sie fest. Nichtraucher sollten deshalb stärker ihr Recht auf saubere Luft einfordern.

Frau Weber findet es skandalös, dass jetzt die Feinstaub-Belastung in aller Munde ist, sich aber niemand über die vielfach höhere Belastung durch Tabakqualm aufregt. Wer neben einem Raucher auf einer Parkbank sitzt, hat je nach Windrichtung eine bis zu zehn Mal höhere Feinstaub-Belastung als ein Fußgänger an einer Ampel am Mittleren Ring.

Aus diesem Grund hat Frau Weber die Kosten für zehn Tage Plakatwandbeklebung übernommen. Den Scheidplatz hat sie ausgesucht, weil ein Gymnasium und das Schwabinger Krankenhaus (mit Kinderkrankenhaus) ganz in der Nähe liegen.

Sie hofft, dass das Plakat der Nichtraucher-Initiative Deutschland viele Eltern zum Nachdenken bringt - denn wer sein Kind wirklich liebt, raucht ihm nichts vor!

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 4. Oktober 2006 )