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Raucher belasten Krankenkassen und Unternehmen Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Udo Hattwig   
Montag, 23. Mai 2005

Wie nötig eine schnelle und gründliche Umsetzung des Mottos des diesjährigen Welt-Nichtrauchertags "Schluss mit süchtig! - Wir helfen Rauchern. Die Gesundheitsberufe." ist, zeigt ein wenig bekanntes Ergebnis der Mikrozensus-Zusatzbefragung 2003*). Danach sind erwerbstätige Ex-Raucher häufiger krank als erwerbstätige Raucher. Die Folgen des Rauchens stellen sich nämlich schleichend ein. Viele Raucher geben ihren Tabakkonsum erst dann auf, wenn irreversible, also unumkehrbare gesundheitliche Schäden eingetreten sind. Sie müssen erkennen: Wer zu spät aufhört, den bestraft das Leben.

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Noch gravierender ist der Unterschied zu den Nie-Rauchern. Erwerbstätige Raucher und Ex-Raucher sind um 50 Prozent häufiger krank als erwerbstätige Nie-Raucher. Unternehmen, die ihre Personalnebenkosten senken wollen, sollten nur Nie-Raucher einstellen und schnellstmöglich dafür sorgen, dass ihre rauchenden Mitarbeiter sich von ihrer Nikotinabhängigkeit befreien.

Unter den Erwerbslosen (sie stehen dem Arbeitsmarkt sofort zur Verfügung) und Nicht-Erwerbspersonen (sie stehen dem Arbeitsmarkt nicht sofort zur Verfügung) ist der Anteil der Raucher und Ex-Raucher deutlich höher, als es ihrem Anteil in der altersmäßig vergleichbaren Bevölkerungsgruppe entspricht. Die Annahme, dass das Rauchverhalten erheblich auf die Erwerbsfähigkeit einwirkt, dürfte angesichts dieser Daten nicht zu bestreiten sein. Gleichzeitig belasten die Folgend es Rauchens die Ausgaben der Krankenkassen in erheblichem Ausmaß.

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Die gegenwärtigen Probleme des Gesundheitswesens sind zum großen Teil auf ungesunde Verhaltensweisen zurückzuführen. Um die wirtschaftliche Stagnation zu überwinden und Deutschland voranzubringen, müssen der Nichtraucherschutz gesetzlich geregelt sowie die Tabakprävention und die Tabakentwöhnung gefördert werden. Die in Gesundheitsberufen tätigen Menschen können dazu einen wesentlichen Beitrag leisten.

Ernst-Günther Krause geschäftsführender Vizepräsident der NID

 Mikrozensus-Zusatzbefragung: Alle vier Jahre werden knapp 0,5 Prozent der Bevölkerung (370.000 Personen) vom Statistischen Bundesamt zu ihrem Gesundheitszustand befragt.

Die Originaldaten des Statistischen Bundesamtes können in Form von drei Excel-Dateien heruntergeladen werden:

1-Alter
2-Familie
3-Erwerbsleben

Das Statistische Bundesamt unterscheidet normalerweise nicht zwischen Rauchern und Ex-Rauchern, sondern schlägt die Ex-Raucher den Nichtrauchern zu. Dies führt dazu, dass die gravierenden gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens verwischt werden. Die Unterscheidung in gegenwärtige und frühere Raucher hat das Statistische Bundesamt erst auf Bitte der NID vorgenommen.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 4. Oktober 2006 )