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Letztes Wort noch nicht gesprochen Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Freitag, 1. Dezember 2006

614 Abgeordnete entscheiden über Nichtraucherschutz!

"Der eingeschränkte Schutz vor dem hochgiftigen Schadstoffgemisch Tabakrauch ist noch nicht gegessen", diagnostiziert Ernst-Günther Krause, geschäftsführender Vizepräsident der Nichtraucher-Initiative Deutschland e.V. (NID). Er hält es für unwahrscheinlich, dass die Vorstellungen der aus sechs Abgeordneten von CDU/CSU und SPD bestehenden Arbeitsgruppe Nichtraucherschutz eine Mehrheit unter den 614 Abgeordneten finden.

Die Arbeitsgruppe sei mit den tourismuspolitischen Fraktionssprechern Klaus Brähmig und Annette Faße völlig unrepräsentativ besetzt.

Ein gesundheitlicher Schutz müsse ausnahmslos für alle Beschäftigten gelten. "Bestimmte Gastronomiebetriebe von einem Schutz ihrer Beschäftigten und Gäste gegen Gifte in der Atemluft auszunehmen, wäre nicht nur unlogisch, sondern auch unvernünftig", argumentiert Krause. Eine derartige Regelung verstieße auch gegen Art. 1 (Schutz der Menschenwürde), Art. 2 Abs. 2 (körperliche Unversehrtheit) und Art. 3 (Gleichheit vor dem Gesetz) Grundgesetz.

Zudem würde es in der Praxis – wie bei der dreistufigen Tabaksteuererhöhung mit dem niedrig besteuerten Feinschnitt und den Sticks – zu Ausweicheffekten kommen. Die Raucher würden ökonomisch handeln und dort hingehen, wo sie ihren Glimmstängel am bequemsten zu Asche verwandeln können. Die rauchfreien Gastronomiebetriebe hätten das Nachsehen.

Die Erfahrungen in anderen Ländern zeigen, dass alle Arten von Gastronomiebetrieben, seien es Restaurants, Cafés, Bars oder Kneipen, in der Lage sind, sich auf die geforderten Verhältnisse einzustellen, wenn man ihnen genügend Vorlaufzeit gewährt.

Italien, Irland, Schottland, Norwegen, Schweden, demnächst England und Frankreich: Alle Länder zeigen uns, dass rauchfreie Arbeitsplätze – auch in der Gastronomie – ihren Bürgern und dem Gemeinwesen gut tun. Es gibt keine Passivrauchkonflikte mehr, die nicht rauchenden Beschäftigten sind motivierter und leisten mehr. Die finanziellen Probleme im Gesundheitswesen verringern sich, weil ein Teil der bisher rauchenden Beschäftigten dank rauchfreier Umgebung vom Rauchen loskommt. Krause folgert: "Länder mit umfassenden Regelungen zum Schutz vor dem Passivrauchen sichern sich so einen Vorsprung im globalen Wettbewerb. Wer zurückbleibt, hat es schwer, wieder nach vorn zu kommen."

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 8. Dezember 2006 )