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Nichtraucherverband lehnt Abgeordneten-Initiative ab Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Prof. Dr. Ludger Schiffler   
Mittwoch, 7. Juni 2006
Die Nichtraucher-Initiative Deutschland (NID), ein Zusammenschluss von 13 lokal-regionalen Nichtraucher-Initiativen mit zusammen über 4 000 Mitgliedern, geht zwar inhaltlich konform mit der Einzel-Initiative des SPD-Bundestagsabgeordneten Lothar Binding, sieht aber zu ihrem Bedauern keine Chance auf Erfolg: "Denn", so NID-Präsident Prof. Dr. Ludger Schiffler, "wir wollen keinen Schnellschuss von einem einzelnen Abgeordneten, sondern eine interfraktionelle Initiative mit je einem bzw. einer Abgeordneten aus allen im Bundestag vertretenen Parteien".  Daran arbeitet die NID bereits gemeinsam mit den im Aktionsbündnis Nichtrauchen zusammengeschlossenen wichtigsten Nichtregierungs-Organisationen im Gesundheitswesen sehr intensiv. In diese Vorbereitungen will die NID gern auch Binding einbeziehen und dafür sorgen, dass eine breite Mehrheit im Bundestag den Schutz der Bürger vor dem "Passivrauch" gesetzlich verankert. Beim Passivrauch handelt es sich um ein Schadstoffgemisch, das nach den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS 905) zur Kategorie 1, der gefährlichsten Kategorie, gehört. Schiffler: "Wir haben dasselbe Ziel wie der Abgeordnete Binding, möchten dies aber so vorbereiten, dass der Antrag auch Aussicht auf Erfolg hat."

Prof. Dr. Ludger Schiffler Präsident Auszug aus der TRGS 905 und der Richtlinie 67/548/EWG

Die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene sowie sonstige gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, einschließlich deren Einstufung und Kennzeichnung, wieder. Sie werden vom Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) aufgestellt und von ihm der Entwicklung entsprechend angepasst. Die TRGS werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit im Bundesarbeitsblatt bekannt gegeben.

Diese TRGS enthält ein Verzeichnis von Stoffen, die auf der Grundlage gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend der Kategorien 1, 2 oder 3 entsprechend den Kriterien des Anhangs VI der RL 67/548/EWG eingestuft wurden.

Das Passivrauchen ist eingestuft worden in die Kategorie 1 der krebserzeugenden, in die Kategorie 3 der erbgutverändernden und in die Kategorie 1 der fruchtschädigenden (entwicklungsschädigenden) Gefahrstoffe.

Kategorie 1: Stoffe, die auf den Menschen bekanntermaßen krebserzeugend wirken. Der Kausalzusammenhang zwischen der Exposition eines Menschen gegenüber dem Stoff und der Entstehung von Krebs ist ausreichend nachgewiesen.

Kategorie 3: Stoffe, die wegen möglicher erbgutverändernder Wirkung auf den Menschen zu Besorgnis Anlass geben. Aus geeigneten Mutagenitätsversuchen liegen einige Anhaltspunkte vor, die jedoch nicht ausreichen, um den Stoff in Kategorie 2 einzustufen.
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 3. Oktober 2006 )