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Veröffentlicht von Prof. Dr. Ludger Schiffler   
Montag, 29. Mai 2006
...verliert Geld, Leistungsfähigkeit, Gesundheit und sein Leben 

Der Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft

1988 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den 31. Mai generell zum World No Tobacco Day. Mit von Jahr zu Jahr wechselnden Mottos versuchen seitdem Gesundheitsexperten und engagierte Laien in aller Welt, die Menschen davon zu überzeugen, dass ein rauchfreies Leben ein Gewinn für jeden Einzelnen ist.

2006 haben die im AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN zusammengeschlossenen Organisationen (dazu gehört auch die Nichtraucher-Initiative Deutschland - NID) zum weltweiten Motto "Tabak: Tödlich in jeder Form" ein Plakat gestaltet, das für Spieler und Zuschauer der Fußball-Weltmeisterschaft eine Mahnung sein soll: Wer raucht, verliert!

Wer raucht, verliert Geld. Dass dem so ist, können Raucher an ihrem Geldbeutel feststellen: Die Folgen der dreistufigen Steuererhöhungen haben sich entweder im Preis oder in der Zahl der Zigaretten pro Schachtel niedergeschlagen. Hinzu kommt, dass Raucher ohnehin nicht zu den Großverdienern zählen. Sie sind stark unterrepräsentiert bei den Beziehern mittlerer und höherer Einkommen (ab 2000 Euro pro Monat) und stark überrepräsentiert bei den Beziehern geringer Einkommen (unter 2000 Euro pro Monat). Das zeigte eine Umfrage der GfK Marktforschung vom Februar 2005.

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Wer raucht, verliert Leistungsfähigkeit. Dass Rauchen die Leistungsfähigkeit mindert, ist Leistungssportlern geläufig. Viele Amateur- und Gelegenheitsfußballer stellen diese Erkenntnis aber häufig ins Abseits. Dabei lässt sich leicht zeigen, dass schon der Qualm einer Zigarette den Kohlenmonoxidspiegel in der Ausatemluft und auch im Blut vervierfacht. Zwanzig Zigaretten am Tag sorgen dann schon für CO-Werte, die die eines Nichtrauchers um das Zwanzigfache übertreffen. Kohlenmonoxid hemmt den Sauerstofftransport in die Muskeln.

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Wer raucht, verliert Gesundheit. Kein Produkt ist so häufig und so gut untersucht worden wie die Zigarette und der Tabakrauch. Die meisten Körperorgane werden durch das Rauchen mehr oder weniger geschädigt, seien es die Bereiche der Rauchstraße, also die Mundhöhle, der Rachen, der Kehlkopf, die Luftröhre und die Lunge, oder mittelbar betroffene Organe wie die Speiseröhre, der Magen, der Darm, die Niere und die Blase. Wunden und Knochenbrüche heilen bei Rauchern langsamer als bei Nichtrauchern. Je länger jemand raucht, desto eher ist der Zahnarztbesuch für ihn eine besondere Qual, denn die Schmerz stillenden Spritzen wirken nur begrenzt, weil das Schadstoffgemisch Tabakrauch hat die neuronalen Verbindungen negativ beeinflusst. Auch das Sexualleben funktioniert bei Rauchern wegen Arterienverkalkung im Laufe der Zeit immer schlechter.

Wer raucht, verliert das Leben. Sterben müssen wir alle. Die Frage, ist nur, wann und unter welchen Umständen. Stürzte drei Tage hintereinander ein Großraumflugzeug ab, würde sofort ein Startverbot erteilt werden. An den Folgen des Rauchens sterben jedoch jeden Tag weit über 300 Menschen. Selbst das aufgezwungene Passivrauchen fordert jeden Tag zehn Menschenleben. Es ist deshalb eigentlich nicht begreifbar, warum es immer noch an vielen Orten erlaubt ist, andere Menschen mit Tabakrauch zu vergiften.

Die Nichtraucher-Initiative Deutschland (NID) fordert deshalb die Abgeordneten des Deutschen Bundestags auf, die Bürgerinnen und Bürger vor dem hochgiftigen Schadstoffgemisch in allen Einrichtungen mit Publikumsverkehr, insbesondere in Gaststätten, zu schützen.

Prof. Dr. Ludger Schiffler Präsident

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 3. Oktober 2006 )