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Pressemitteilung "Mit Nichtraucherschutz gewinnen" Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Mittwoch, 26. Dezember 2012
Sicher, von einem konsequenten Nichtraucherschutz profitieren vor allem diejenigen, die sonst dem gesundheitsschädlichen Passivrauchen ausgesetzt wären. Das Ergebnis der nordrhein-westfälischen Landtagswahl zeigt aber auch, dass die Wählerinnen und Wähler verstärkt den Parteien ihre Stimme geben, die eine Verbesserung des Nichtraucherschutzes in ihr Wahlprogramm aufgenommen haben. Ab 1. Mai 2013 gilt der ausnahmslose Nichtraucherschutz in der Gastronomie für 38 % der Bevölkerung in Deutschland. Das flächengrößte Bundesland Bayern machte 2010 mit einem Volksentscheid den Anfang, kurz danach folgte das Saarland und in vier Monaten ist mit Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste der sechzehn Bundesländer dabei.

Dr. Thomas Stüven, Präsident der Nichtraucher-Initiative Deutschland (NID), fordert die Parteien in Bund und Ländern auf, den unerträglichen Flickenteppich beim Nichtraucherschutz schnellstmöglich zu beseitigen. Gleichzeitig weist er sie darauf hin, dass bei der Bundestagswahl die Parteien, die nach der Devise "mit Nichtraucherschutz gewinnen" handeln, die größten Chancen hätten.

Stüven begründet seine These u.a. mit Repräsentativstudien der GfK-Marktforschung aus den Jahren 2007 und 2011. Danach ist der Anteil der Raucher bei den über 15-Jährigen in diesem Zeitraum von 35 auf 29 Prozent gesunken. "Diese Zahlen belegen, dass von der Ausweitung rauchfreier Umgebung auch viele entwöhnungswillige Raucher profitieren." Die GfK-Studie vom Dezember 2011 zeigt außerdem, dass 80,6 Prozent der Nie-Raucher Tabakrauch als unangenehm (29,4 %) oder sehr unangenehm (51,2 %) empfinden.

Laut Mikrozensus 2009 sind rauchende Erwerbstätige um 40 Prozent häufiger krank als Nie-Raucher. Krankheitstage von Erwerbstätigen stellen vor allem für die Unternehmen eine starke Kostenbelastung dar, weil sie gemäß § 3 Abs. 1 Entgeltfortzahlungsgesetz Arbeitnehmern im Krankheitsfall bis zu sechs Wochen weiterhin Lohn bzw. Gehalt zahlen müssen. "Wenn rauchende oder früher rauchende Arbeitnehmer um rund 40 Prozent häufiger krank sind, entstehen dadurch den Unternehmen unseres Landes Personalzusatzkosten in Milliardenhöhe", erklärt NID-Präsident Dr. Thomas Stüven. "Tabakkonsum beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft erheblich."

Ernst-Günther Krause
Pressesprecher 

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 26. Dezember 2012 )