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Weltnichtrauchertag am 31. Mai Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Montag, 27. Mai 2013

Weg mit der Tabakwerbung! Her mit konsequentem Nichtraucherschutz!

Im Jahr der Bundestagswahl und zweier Landtagswahlen steht der Weltnichtrauchertag am 31. Mai unter besonderen politischen Vorzeichen: Welche Parteien setzen sich für eine gesunde tabakrauchfreie Gesellschaft ein?

"Unsere Kinder und Jugendlichen haben ein Recht darauf, ohne ständige Werbung für ein gesundheitsschädliches Verhalten aufzuwachsen", meint Dr. Thomas Stüven, Präsident der Nichtraucher-Initiative Deutschland (NID). Es sei "widerlich, dass jungen Menschen an fast jeder zweiten Plakatwand immer noch Tabak als ein Konsumprodukt vorgeführt wird, das den Warnhinweisen zufolge töten und krank machen kann, aber wohl nur in Einzelfällen." Stüvens Forderung: Abschaffung jeglicher Tabakwerbung und Verbannung aller Zigarettenautomaten dorthin, wo Minderjährige keinen Zutritt haben.

 Die NID hat die Wahlprogramme der im Bundestag vertretenen Parteien durchgesehen und festgestellt, dass nur Grüne und SPD vorhaben, die im WHO-Tabakrahmenübereinkommen geforderten Maßnahmen für einen konsequenten Nichtraucherschutz und einem Verbot der Tabakwerbung und des Sponsorings umzusetzen. Gegen Tabakwerbung und Sponsoring wendet sich auch die Linke in ihrem Wahlprogramm, von Nichtraucherschutz ist darin aber nichts zu lesen.

Strikt gegen ein Tabakwerbeverbot und eine Verbesserung des Nichtraucherschutzes ist die FDP. "Genussmittel, die frei verkäuflich und legal handelbar sind, dürfen nicht durch Werbeverbote und Handelsbeschränkungen vom Markt gedrängt werden", heißt es da. Thomas Stüven hält die Haltung der FDP für völlig widersprüchlich. "Laut Wahlprogramm will sie Jugendschutz bei Tabak strikt gewährleisten, unterstützt aber gleichzeitig die Verführung von Minderjährigen an buchstäblich jeder Straßenecke."

CDU und CSU wollen das gemeinsame Wahlprogramm erst am 24. Juni der Öffentlichkeit vorstellen. Die Reaktionen der Generalsekretäre auf Schreiben der NID lassen erwarten, dass das Wahlprogramm zu diesem Thema weiße Flecken aufweist.

Ernst-Günther Krause
geschäftsführender Vizepräsident

Grüne

"Wir werden auch weiterhin für einen wirksamen Nichtraucherschutz eintreten und den Schutz vor Passivrauchen verbessern. Das Tabakrahmenübereinkommen der WHO werden wir umsetzen und damit den Einfluss der Tabakindustrie wirksam begrenzen. Wir setzen uns dafür ein, dass die E-Zigarette als gesundheitlich weniger schädliche Alternative zum Tabakkonsum erhalten bleibt."

SPD

"Nach wie vor ist Tabakkonsum das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland. Im Sinne einer vorsorgenden Gesundheitspolitik wollen wir verstärkte Anstrengungen bei der Tabakprävention und beim Schutz aller vor den Gefahren des Passivrauchens unternehmen."

Die Linke

"DIE LINKE steht dafür, das international vereinbarte Werbeverbot für Tabakprodukte endlich auch in der Plakat- und Kinowerbung umzusetzen und ebenso im Sponsoring anzuwenden."

FDP

"Genussmittel, die frei verkäuflich und legal handelbar sind, dürfen nicht durch Werbeverbote und Handelsbeschränkungen vom Markt gedrängt werden. Eine derartige Bevormundung der Verbraucher ist mit dem Leitbild des mündigen Bürgers nicht in Einklang zu bringen. Solche Eingriffe in die Marktwirtschaft und in die Entscheidung mündiger Verbraucher lehnen wir grundsätzlich ab. Der Jugendschutz bei Tabak und Alkohol ist jedoch strikt zu gewährleisten. Auch die Gastronomie lebt vom Vertrauen der Kunden. Dieses Vertrauen durch hohe Qualitätsstandards zu sichern, ist im allseitigen Interesse. Die Sicherung und Kontrolle der Qualität durch staatliche Behörden muss jedoch verhältnismäßig bleiben."

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 25. Mai 2013 )