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Starker Wille entscheidend für Rauchstopp Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Dienstag, 22. September 2015

Raucher und Nie-Raucher einig: Starker Wille entscheidend für Rauchstopp

Wo ein Wille, da ein Weg! Diese Erkenntnis teilen sich Raucher, die noch nie versucht haben aufzuhören, mit Nie-Rauchern, die außer zum einmaligen Probieren noch nie zur Zigarette gegriffen haben. Deutschlands größtes Marktforschungsinstitut GfK hat im Auftrag der Nichtraucher-Initiative Deutschland (NID) im August 2.028 Personen ab 16 Jahren befragt. Für 72,8 Prozent der Raucher und 78,5 Prozent der Nie-Raucher ist der starke Wille entscheidend dafür, dass ein Rauchstoppversuch gelingt.
Als Grund für die Befragung gab Ernst-Günther Krause, Vizepräsident der NID, an: "Seit mehreren Jahren ist bekannt, dass vier von fünf Rauchern ohne jegliche Hilfsmittel und fachliche Unterstützung vom Rauchern loskommen. Unzählige Studien weltweit widmen sich den verschiedensten Methoden der Raucherentwöhnung, keine aber den Faktoren für eine erfolgreiche Selbsthilfe. Wir wollten wissen, warum es die meisten Raucher auch ohne Unterstützung schaffen, der Zigarette ein für allemal Adieu zu sagen."

Auch bei Ex-Rauchern liegt der starke Wille an der Spitze. 38,3 Prozent der ehemaligen Raucher kreuzten die Antwort "weil ich es auch schaffe, wenn ich etwas wirklich will" an. Zwei weitere wichtige Erfolgsfaktoren sind das Empfinden, Rauchen allmählich richtig satt zu haben (33,8%), sowie das starke Bedürfnis, den Tabakgestank endlich loszuwerden (32,2%). Für 42,1 Prozent der Ex-Raucher mit täglich mehr als 15 Zigaretten am Tag, war die eigene Krankheit die stärkste Motivation, doppelt soviel wie bei Ex-Rauchern mit geringem Konsum.

Ernst-Günther Krause zieht als Fazit: "Die Ergebnisse dieser und anderer Umfragen zeigen in eindrucksvoller Weise, dass die Faktoren für einen erfolgreichen Rauchstopp in hohem Maß in der Person liegen. Viele der Erfolgfaktoren lassen sich nicht oder nur begrenzt beeinflussen. Weder können Außenstehende beim Raucher eine motivierende schwere Erkrankung auslösen noch das Gefühl herbeiführen, Rauchen richtig satt zu haben oder Tabakrauch als Gestank zu empfinden." Menschen im Umfeld von entwöhnungswilligen Rauchern sollten vor allem deren Fähigkeit stärken, sich selbst zu helfen, sie mit "Du kannst es und du wirst es schaffen!" überzeugen. Den entwöhnungswilligen Rauchern gibt der NID-Sprecher außerdem den Ratschlag: "Vertraut eurer eigenen Stärke!"

Alle Publikationen sind unter GfK 2015 abrufbar.

Die gedruckte Broschüre "Wo ein Wille, da ein Weg! Ergebnisse der GfK-Repräsentativstudie zu den Faktoren für eine erfolgreiche Raucherentwöhnung" kann bei der NID kostenlos bezogen werden.

Zusatzinformation: In der Broschüre wird unter "4. Studien über Raucherentwöhnungsmethoden" auf Interessenkonflikte eingegangen, die sowohl bei den klinischen Studien als auch bei der Erstellung von Leitlinien zur Behandlung der Tabakabhängigkeit überdeutlich erkennbar sind. Sie beruhen vor allem darauf, dass die Nachfrage nach fachlicher und medikamentöser Unterstützung bei der Raucherentwöhnung sehr gering ist, die Erfolgsquoten sehr schlecht sind und eine Besserung dieser Situation für Anbieter von Raucherentwöhnungsmethoden und für die Pharmaunternehmen nur durch Aufnahme der vollen Kostenerstattung in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung möglich ist. Dies wird jedoch von 90 Prozent der Nie-Raucher, 85 Prozent der Ex-Raucher und 70 Prozent der Raucher abgelehnt (GfK Repräsentationsstudie 2013). 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 22. September 2015 )