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Bundessozialgericht erspart Beitragszahlern viele Millionen Euro Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Mittwoch, 29. Mai 2019
Die Nichtraucher-Initiative Deutschland e.V. (NID) begrüßt die Entscheidung des Bundessozialgerichts, den Krankenkassen und damit den Beitragszahlern die weitgehend unwirksame Behandlung der Tabakabhängigkeit durch Ärzte und Nikotinersatzprodukte zu ersparen.

Tatsache ist, dass sich mehr als 80 Prozent der Ex-Raucher das Rauchen ohne jegliche Hilfsmittel abgewöhnt haben. Das belegen Repräsentativbefragungen der GfK Marktforschung im Auftrag des Deutschen Krebsforschungszentrums und der NID in den Jahren 2013 und 2014. Auf jeweils rund 7 Prozent schaffen es lediglich die allmähliche Reduzierung des Zigarettenkonsums (7,0%/2013) und die sonstigen Methoden (7,2%/2014 und 5,9%/2013). Die Nikotinersatzpräparate landeten bei 5,7%/2014 und 3,2%/2013.

https://www.nichtraucherschutz.de/images/stories/Publikationen/GfK-Umfrage-Raucherentwoehnung-2013-Original-3.pdf

Die Klage der Raucherin wurde vom Wissenschaftlichen Aktionskreis Tabakentwöhnung e.V. (WAT - http://www.wat-ev.de/ ) mit mehr als 50.000 Euro unterstützt. Dieser Verein ist ein Zusammenschluss im Wesentlichen von Medizinern, die von einer Bezahlung der Behandlung der Tabakentwöhnung durch die Krankenkassen profitieren würden. Der WAT erhielt früher ganz offen finanzielle Mittel von Unternehmen der Pharmaindustrie. Der Einsatz für ihre eigenen und die Interessen der Pharmaunternehmen ging sogar so weit, dass Mitglieder des WAT bei der Erstellung der sogenannten Leitlinie zur Behandlung der Tabakabhängigkeit entgegen den Regeln der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) die Empfehlung einer Bezahlung durch die gesetzliche Krankenversicherung durchsetzen wollten - was die NID jedoch verhindert hat.

Die GfK-Repräsentativbefragung vom August 2015 zeigt die wichtigsten Erfolgsfaktoren bei der Raucherentwöhnung aus Sicht der erfolgreichen Ex-Raucher auf. "Ich habe des geschafft aufzuhören, weil ich es auch schaffe, wenn ich etwas wirklich will" kreuzten 38,3% an, "weil ich Rauchen allmählich richtig satt hatte" 33,8%, "weil ich den Tabakgestank endlich loswerden wollte" 32,2% und "weil ich wegen eigener Krankheit(en) gesundheitlich stark motiviert war" 27,3%. Nur 1,8% machten ihr Kreuz bei "weil ich Hilfsmittel verwendet oder professionelle Unterstützung hatte".

https://www.nichtraucherschutz.de/images/stories/Publikationen/GfK%202015%20Erfolgsfaktoren%20Raucherentwoehnung%20Broschuere-Web.pdf

Sämtliche Ergebnisse der von der NID in Auftrag gegebenen GfK-Repräsentativbefragungen sind frei zugänglich unter
https://www.nichtraucherschutz.de/publikationen/umfragen-statistiken-studien/ergebnisse_von_datenerhebungen.html

Ernst-Günther Krause
geschäftsführender Vizepräsident der
Nichtraucher-Initiative Deutschland e.V.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 29. Mai 2019 )