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GfK-Studie 2000 zum Rauchen/Nichtraucherschutz Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Donnerstag, 5. Oktober 2006

Im Rahmen einer Mehrthemenbefragung der GfK Marktforschung, Nürnberg, wurden den 2.193 repräsentativ ausgewählten Personen zwischen 16 und 69 Jahren im Oktober 2000 im Auftrag der Nichtraucher-Initiative Deutschland e.V. auch zwei Fragen zum Thema Rauchen/Nichtraucherschutz gestellt:

  • Frage 1:

    Sprechen wir nun kurz über das Rauchen von Zigaretten. Welche der Aussagen auf dieser Vorlage beschreibt Ihr persönliches Verhalten in Bezug auf das Zigarettenrauchen?
a) Ich habe noch nie eine Zigarette geraucht, auch nicht zum Probieren.
b) Ich habe lediglich einmal zum Probieren geraucht, dann aber nie mehr.
c) Ich habe früher gelegentlich geraucht, dann aber nie mehr.
d) Ich habe früher regelmäßig ca. 1 bis 5 Zigaretten am Tag geraucht, heute aber nicht mehr.
e) Ich habe früher regelmäßig ca. 6 bis 15 Zigaretten am Tag geraucht, heute aber nicht mehr.
f) Ich rauche zur Zeit gelegentlich Zigaretten.
g) Ich rauche zur Zeit regelmäßig ca. 1 bis 5 Zigaretten am Tag.
h) Ich rauche zur Zeit regelmäßig ca. 6 bis 15 Zigaretten am Tag.
i) Ich rauche zur Zeit regelmäßig mehr als 15 Zigaretten am Tag.
  • Frage 2:

    Es gibt gegenwärtig Bestrebungen, den Nichtraucherschutz gesetzlich zu regeln. Hier stehen einige gegensätzliche Aussagen. Bitte sagen Sie mir jeweils, ob Sie der linken oder der rechten Aussage zustimmen.
a) Ich bin an meinem Arbeitsplatz häufig oder ständig Tabakrauch ausgesetzt.  

a) Ich bin an meinem Arbeitsplatz keinem oder nur gelegentlich Tabakrauch ausgesetzt.
b) Ich bin für eine gesetzliche Regelung des Nichtraucherschutzes am Arbeitsplatz.
b) Ich bin gegen eine gesetzliche Regelung des Nichtraucherschutzes am Arbeitsplatz
c) Ich möchte in der Gaststätte lieber rauchfrei essen und trinken.
c) Mir liegt nichts daran, in der Gaststätte rauchfrei zu essen und zu trinken.
d) Ich möchte bei Post, Bank, Behörden usw. lieber rauchfrei bedient werden.
d) Mir liegt nichts daran, bei Post, Bank, Behörden usw. rauchfrei bedient zu werden
e) Ich bin dafür, dass Kinder auch im Elternhaus keinem Tabakrauch ausgesetzt werden dürfen.
e) Ich bin dagegen, dass Eltern wegen ihrer Kinder das Rauchen im Haus verboten wird.
f) Das Gesundheitsministerium sollte sich stärker für Nichtraucherschutz einsetzen
f) Das Gesundheitsministerium sollte sich um andere Dinge als den Nichtraucherschutz kümmern.
Schlagwortartige Zusammenfassung der GfK-Umfrage-Ergebnisse

Vorbemerkung: Haben zwei Bevölkerungsgruppen völlig entgegengesetzte Interessen, verzeichnen Durchschnittswerte die Wirklichkeit, vor allem dann, wenn, wie beim Rauchen, die eine Gruppe (Passivraucher) einseitig unter dem Verhalten der anderen Gruppe (Raucher) leidet und die Einsichtsfähigkeit in das Geschehen durch Drogenkonsum (Nikotin) beeinträchtigt wird.

1. Die Nichtraucher sind eindeutig in der Mehrheit: 62 Prozent der Bundesbürger zwischen 16 und 69 Jahren rauchen nicht, nur 38 Prozent rauchen.

2. Drei Viertel aller Raucher sind nikotinabhängig, die Hälfte aller Raucher sogar sehr stark (35 Prozent haben einen Tageskonsum von 6 bis 15 und 47 Prozent einen von mehr als 15 Zigaretten).

3. 4 Millionen Nichtraucher sind am Arbeitsplatz häufig oder ständig Tabakrauch ausgesetzt, d.h. jeder fünfte nichtrauchende Erwerbstätige wird durch Passivrauchen gesundheitlich geschädigt.

4. Drei Viertel aller Nichtraucher sind für einen gesetzlichen Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz.

5. Drei Viertel aller Nichtraucher wollen in Gaststätten lieber rauchfrei essen und trinken.

6. Über 80 Prozent aller Nichtraucher wollen bei Post, Bank, Behörden usw. lieber rauchfrei bedient werden.

7. Über 80 Prozent aller Nichtraucher und sogar rund die Hälfte der Raucher sind dafür, dass Kinder auch im Elternhaus keinem Tabakrauch ausgesetzt werden dürfen.

8. Zwei Drittel aller Nichtraucher wünschen, dass sich das Gesundheitsministerium verstärkt für den Nichtraucherschutz einsetzt.

9. Je größer die Nikotinabhängigkeit, desto geringer ist das Verständnis für die Situation der Nichtraucher als Passivraucher.

10. Nur jeder fünfte regelmäßige Raucher steht einem wirksamen Nichtraucherschutz aufgeschlossen gegenüber.

Ausführliche Darstellung der GfK-Umfrage-Ergebnisse

Wie viele Bundesbürger rauchen bzw. rauchen nicht?

62 Prozent der Bundesbürger zwischen 16 und 69 Jahren rauchen nicht. 24,9 Prozent geben an, noch nie geraucht zu haben, und 37,1 Prozent bezeichnen sich als Ex-Raucher. Der Wert für die früheren Raucher ergibt sich aus den Probierern mit 13,9 Prozent und den gelegentlichen Rauchern mit 10,2 Prozent sowie den regelmäßigen Rauchern mit 13 Prozent.

Gegenwärtig rauchen 38 Prozent der Bundesbürger zwischen 16 und 69 Jahren. 4,1 Prozent rauchen gelegentlich, 2,7 Prozent rauchen ein bis fünf Zigaretten am Tag. Bei 13,3 Prozent liegt der Anteil der Raucher mit einem Tageskonsum von sechs bis fünfzehn Zigaretten. 17,9 Prozent rauchen regelmäßig mehr als fünfzehn Zigaretten am Tag. Anders ausgedrückt: Drei Viertel aller Raucher sind nikotinabhängig, ein Viertel stark und die Hälfte sehr stark.

Vergleicht man die jetzigen Umfrageergebnisse mit denen einer Umfrage von 1997, zeichnet sich bei den Nichtrauchern eine Verschiebung von den Probierern (damals 17,9, heuer 13,9 Prozent) zu den Nie-Rauchern (19,7 zu 24,9) ab. Bei den Rauchern hat sich der Anteil der gelegentlichen Raucher von damals 6,8 auf heuer 4,1 Prozent verringert. Dagegen ist der Anteil der Raucher mit einem Tageskonsum von über 15 Zigaretten von 15,2 auf 17,9 Prozent gestiegen.

Kurz gesagt: Der Anteil der Nichtraucher ist von 60,3 Prozent im Jahr 1997 auf 62,0 Prozent im Jahr 2000 gestiegen. Dagegen hat sich der Anteil der Raucher von 39,6 Prozent auf 38,0 Prozent verringert. Beides ist allerdings statistisch gesehen nicht signifikant, da die Fehlertoleranz bei 1,9 Prozent liegt.

Signifikant zugenommen hat auf jeden Fall der Anteil der Nie-Raucher: prozentual um 26 Prozent. Ähnlich stark gestiegen ist auf der anderen Seite der Anteil der sehr starken Raucher: prozentual um 17 Prozent.

Zu beachten ist: Der Anteil der Nichtraucher an der Gesamtbevölkerung, also unter Einschluss der unter 16- und der über 69-Jährigen, liegt bei weit über 70 Prozent, da in diesen beiden Altersgruppen erheblich weniger geraucht wird als in allen anderen.

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Wie groß ist der Nichtraucheranteil bei den wichtigsten Berufsgruppen?

Die Beamten stellen mit 73,7 Prozent die Berufsgruppe mit den meisten Nichtrauchern, gefolgt von den Angestellten mit 62,2 Prozent. Auch bei den Selbstständigen befinden sich die Nichtraucher noch mit 55,2 Prozent in der Mehrheit. Dagegen stellen die Nichtraucher bei den Arbeitern nur noch 46,6 Prozent, die Mehrheit in dieser Berufsgruppe raucht (53,4 Prozent). Unter den rauchenden Selbstständigen befinden sich die meisten süchtigen Raucher: 11,4 Prozent rauchen zwischen 6 und 15 Zig./Tag, 27,9 Prozent rauchen über 15 Zig./Tag.

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Wie viel Erwerbstätige sind Tabakrauch ausgesetzt?

Der Anteil der Nichtraucher unter den Erwerbstätigen liegt laut GfK-Umfrage bei 56,9 Prozent, derjenige der Raucher bei 43,1 Prozent. Hier wirkt sich zum einen aus, dass die Zahl der Raucher bei den 30- bis 39-Jährigen am höchsten ist, und zum anderen, dass die Raucher häufiger als die Nichtraucher erwerbstätig sind - so das Ergebnis des Mikrozensus 1999 des Statistischen Bundesamtes. Ein wichtiger Beleg dafür ist, dass in der Altersgruppe der 40- bis 65-Jährigen 81,1 Prozent der Nichtraucher, jedoch nur 71,5 Prozent der Raucher verheiratet sind und bei Verheirateten häufiger nur ein Ehepartner erwerbstätig ist.

Von den Nichtrauchern geben 19,9 Prozent an, am Arbeitsplatz häufig oder ständig Tabakrauch ausgesetzt zu sein, bei den Rauchern sind es 38,8 Prozent. Nie oder nur gelegentlich dem Tabakrauch am Arbeitsplatz ausgesetzt sind 80,1 Prozent der Nichtraucher und 61,2 Prozent der Raucher. Während sich die prozentualen Werte bei den Nichtrauchern zwischen den Nie-Rauchern und den verschiedenen Gruppen von Ex-Rauchern nur geringfügig unterscheiden (sie liegen zwischen 13,8 und 21,8 Prozent), nimmt bei den Rauchern die Zahl derjenigen, die am Arbeitsplatz häufig oder ständig Tabakrauch ausgesetzt sind, mit der Zahl der selbst gerauchten Zigaretten zu. Bei den gelegentlichen Rauchern sind es 24,7 Prozent, bei denen mit 1 bis 5 Zig./Tag schon 35,7 Prozent, bei denen mit 6 bis 15 Zig./Tag 36,8 Prozent und bei den Rauchern mit einem Tageskonsum von über 15 Zigaretten sind es 44,1 Prozent. Noch augenfälliger, jedoch absteigend, verläuft die Kurve bei den Rauchern, die am Arbeitsplatz keinem oder nur gelegentlichem Tabakrauch ausgesetzt sind: 75,3 - 64,3 - 63,2 - 55,9 Prozent. Bei den Nichtrauchern hingegen sind die Unterschiede nur gering. Sie liegen zwischen 78,2 und 86,2 Prozent.

Schlussfolgerung: 4 Millionen Nichtraucher sind am Arbeitsplatz häufig oder ständig Tabakrauch ausgesetzt.

Berechnung: Von den 36,411 Millionen Erwerbstätigen (1999) sind 20,717 Millionen Nichtraucher. 19,9 Prozent von ihnen, also 4,12 Millionen, sind am Arbeitsplatz häufig oder ständig Tabakrauch ausgesetzt.

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Wie viel Bundesbürger sind für einen gesetzlichen Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz?

56,3 Prozent der Befragten, die sich äußerten, wollen, dass der Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz gesetzlich geregelt wird. 43,7 Prozent sind gegenteiliger Ansicht. Dies ist zwar eine eindeutige Mehrheit, doch sagen diese Durchschnittszahlen wenig aus, wenn sie auf Äußerungen von zwei Gruppen mit im Grundsatz unterschiedlichen Interessen zurückgehen. Hier muss jede Gruppe einzeln betrachtet werden.

Von den Nichtrauchern sprechen sich 73,5 Prozent für einen gesetzlichen Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz aus. Dabei fällt auf, dass die Gruppe der Ex-Raucher mit früher regelmäßigem Zigarettenkonsum dies nur zu 61,0 Prozent wünschen, während die Gruppe, die sich aus Nie-Rauchern, Probierern und Gelegenheitsrauchern zu 76,8 Prozent dafür sind.

Bei den Rauchern gibt es ein klares Gefälle der Zustimmung zu einer gesetzlichen Regelung des Nichtraucherschutzes am Arbeitsplatz in Abhängigkeit vom Zigarettenkonsum. Von 55,1 Prozent bei den gelegentlichen Rauchern bis hin zu 20,8 Prozent bei den Rauchern mit über 15 Zigaretten am Tag reicht die Zustimmungspalette, so dass sich ein Durchschnittswert von 28,6 Prozent ergibt.

Schlussfolgerung: Je größer die Nikotinabhängigkeit, desto geringer ist die Zustimmung zu einem gesetzlichen Nichtraucherschutz.

Dies lässt auf eine sehr geringe Bereitschaft schließen, auf Nichtraucher freiwillig Rücksicht zu nehmen. Hier gelten die Worte des PDS-Abgeordneten Gregor Gysi am 20. Februar 1997 im Deutschen Bundestag: "Herr Kollege Heinrich, ich wollte nur der Ehrlichkeit halber zunächst darauf hinweisen, dass ich sicherlich das bin, was man einen abhängigen Raucher nennt. Ich rauche nicht nur gelegentlich. Ich möchte aber zusätzlich darauf hinweisen, dass ich gerade deshalb davon überzeugt bin, dass wir den Schutz der Nichtraucherinnen und Nichtraucher gerade als Raucher permanent verletzen, wenn wir nicht staatliche Gebote bekommen, die uns klar auf diesen Schutz orientieren."

Bei den Berufsgruppen liegen die Beamten als Befürworter eines gesetzlichen Nichtraucherschutzes am Arbeitsplatz mit 62,0 Prozent vorn, gefolgt von den Angestellten mit 57,6 Prozent, den Selbstständigen mit 51,1 und den Arbeitern mit 44,3 Prozent. Wohlgemerkt: Nichtraucher und Raucher zusammen.

Von den berufstätigen Nichtrauchern und Rauchern fordern 52,7 Prozent einen gesetzlichen Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz, bei den berufslosen sind es sogar 60,5 Prozent.

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Wie viel Bundesbürger wollen in Gaststätten lieber rauchfrei essen und trinken?

56,8 Prozent der Nichtraucher und Raucher wollen in der Gaststätte lieber rauchfrei speisen, vor allem die Frauen mit 61,2 Prozent (Männer 52,4 Prozent). Auch hier hängt die Zustimmung entscheidend vom aktuellen und früheren Rauchverhalten ab. Während in der Gruppe der ehemaligen regelmäßigen Raucher im Durchschnitt nur 63,4 Prozent lieber rauchfrei speisen wollen, sind es bei den Nie-Rauchern 84,2 Prozent. Alle Nichtraucher zusammen wollen immerhin zu 77,4 Prozent keinen Rauch in der Gaststätte.

Ganz anders bei den Rauchern. Auch hier nimmt der Wunsch nach einem rauchfreien Aufenthalt in der Gaststätte gegenläufig zu der Zahl der gerauchten Zigaretten ab. Von 51,1 Prozent bei den Gelegenheitsrauchern geht es kontinuierlich abwärts bis zu 16,5 Prozent bei den Rauchern über 15 Zigaretten am Tag. Der Durchschnitt liegt bei 23,2 Prozent.

Schlussfolgerung: Die überwiegende Mehrheit der Bundesbürger wünscht rauchfreie Gaststätten. Wenn das Gastgewerbe dem Rechnung trägt, kann es mit enormem Umsatzwachstum rechnen. Der häufig beklagte Personalmangel in der Gastronomie ließe sich beheben, weil dann das Potential der Arbeitnehmer zur Verfügung stünde, die nur in qualmfreien Gaststätten arbeiten wollen.

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Wie viel Bundesbürger wollen bei Post, Bank, Behörden usw. lieber rauchfrei bedient werden?

Eindeutige Werte gibt es für den Wunsch nach einer rauchfreien Bedienung bei Post, Bank, Behörden usw. 68,8 Prozent sprechen sich dafür aus, 31,2 Prozent dagegen. Die Nichtraucher sind im Durchschnitt zu 83,5 Prozent dafür, die Raucher zu 44,5 Prozent, wobei der Wert der gelegentlichen Raucher bei den Rauchern mit über 15 Zigaretten am Tag halbiert wird (von 70,0 auf 34,2 Prozent).

Schlussfolgerung: Zwei Drittel der Bundesbürger wünschen eine rauchfreie Bedienung bei Post, Bank, Behörden und ähnlichen Einrichtungen.

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Wie viel Bundesbürger sind dafür, dass Kinder auch im Elternhaus keinem Tabakrauch ausgesetzt werden dürfen?

80,7 Prozent der Nichtraucher und 48,1 Prozent der Raucher, somit 68,3 Prozent der Bundesbürger, sind dafür, dass Kinder auch im Elternhaus keinem Tabakrauch ausgesetzt werden dürfen. Lediglich bei der Gruppe der stärksten Raucher (über 15 Zigaretten am Tag) sind die Befürworter mit 38,5 Prozent in der Minderheit. Von den Haushalten mit Kindern sind 64,4 Prozent für ein rauchfreies Elternhaus.

Schlussfolgerung: Es gibt einen breiten Konsens darüber, dass Kinder auch im Elternhaus keinem Tabakrauch ausgesetzt werden dürfen. Allerdings ist die Hälfte der Raucher nicht dieser Ansicht und qualmt die Kinder auch im Elternhaus ein. Betroffen sind mehrere Millionen Kindern, denn in 44,0 Prozent der Haushalte - so die GfK-Umfrage - leben Kinder mit Rauchern zusammen. Dies sollte für das Gesundheitsministerium Anlass sein, eine breit angelegte Kampagne zum Schutz der Kinder vor dem Tabakrauch im Elternhaus zu starten. Mit der Unterstützung von mehr als zwei Dritteln der Eltern müsste es auch gelingen, Rauchen im Beisein von Kindern als Kindesmisshandlung im Bewusstsein auch von Rauchern zu verankern.

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Wie viel Bundesbürger sind dafür, dass sich das Gesundheitsministerium stärker für den Nichtraucherschutz einsetzt

Bei der Bewertung der Antworten auf diese Frage muss man bedenken, dass Raucher in der Regel nur ein geringes Interesse am Nichtraucherschutz haben können. Das zeigen auch ihre Antworten: 79,2 Prozent der Raucher meinen, dass sich das Gesundheitsministerium um andere Dinge als den Nichtraucherschutz kümmern soll. Die Bandbreite reicht von 51,1 Prozent bei den gelegentlichen Rauchern bis zu 87,4 Prozent bei den Rauchern, die über 15 Zigaretten am Tag in Qualm auflösen.

Die Nichtraucher hingegen sind in allen Gruppen mehrheitlich dafür, dass sich das Gesundheitsministerium verstärkt für den Nichtraucherschutz einsetzt. Ähnlich weit wie bei den Rauchern reicht allerdings die Bandbreite der Meinungen - im Gegensatz zu den Äußerungen zu den anderen Themen. Während die Gruppe der Nie-Raucher einschließlich der früheren Probierer und gelegentlichen Raucher den verstärkten Einsatz zu 72,5 Prozent wünschen, wollen dies die früheren regelmäßigen Raucher nur zu 54,9 Prozent. So ergibt sich ein Mittelwert von 68,8 Prozent.

Schlussfolgerung: Zwei Drittel der Nichtraucher wünschen, dass sich das Gesundheitsministerium verstärkt für Nichtraucherschutz einsetzt.

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Verantwortlich: Ernst-Günther Krause

Vizepräsident der Nichtraucher-Initiative Deutschland e.V.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 5. Oktober 2006 )