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Kurzinfo über die Nichtraucher-Initiative Deutschland e.V. (NID) Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Freitag, 3. November 2006
 Die NID wurde 1988 als Dachverband... 
 Rauchverbotsaufkleber und andere Aufkleber  rvqrt-web.jpg

der seit 1974 entstandenen lokal-regionalen Nichtraucher-Initiativen gegründet. Gegenwärtig gehören ihr rund 600 Einzelpersonen und 4 eingetragene Vereine mit insgesamt etwa 2.000 Mitgliedern sowie mehrere Betriebe an.

Schwerpunkt der NID ist der Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz und in der Wohnung. Deshalb informiert die NID in einem Leitfaden darüber, wie man auf Basis der gegenwärtigen Rechtslage einen rauchfreien Arbeitsplatz durchsetzen und akzeptable Lösungen finden kann, wenn rauchende Nachbarn das Leben in der eigenen Wohnung zur Qual werden lassen. Grundlage bildet das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 16. Januar 2015 zum Rauchen auf dem Balkon, das zwei NID-Mitglieder mit Unterstützung des Vereins erstritten haben 

Die Informationskampagnen der NID seit den 1990er Jahren trugen erheblich dazu bei, die Basis für einen gesetzlichen Nichtraucherschutz zu schaffen (2002 Arbeitsstättenverordnung, 2007/2008 Nichtraucherschutzgesetze des Bundes und der Länder). In seinem Urteil vom 30. Juli 2008 (Rauchverbot in Gaststätten ohne Ausnahme ist verfassungsgemäß) bezieht sich das Bundesverfassungsgericht dreimal ausdrücklich auf Informationen und die Argumentation der NID. 2009 und 2010 unterstützte die NID das bayerische Volksbegehren für ausnahmslos rauchfreie Gaststätten sowohl finanziell als auch personell. Ziel der NID ist ein konsequenter gesetzlicher Nichtraucherschutz in ganz Deutschland.

Der größte Mitgliedsverein der NID, die Nichtraucher-Initiative München e.V., siegte 1984 in dritter Instanz vor dem Bundesgerichtshof (BGH) gegen den Tabakkonzern Philip Morris. Der BGH hielt auch eine drastische Verfremdung von Tabakwerbung wegen der enormen Gesundheitsschädlichkeit für rechtens. Im konkreten Fall erlaubte er es, aus der Werbung für ein Marlboro-Poker eine Werbung für ein Mordoro-Poker zu machen und die Geldpreise durch die Preise "Lungenkrebs, Magengeschwür und Herzinfarkt" zu ersetzen.

Einzelpersonen und Multiplikatoren stellt die NID kostenlos Medien (Aufkleber, Postkarten, Plakate) mit verschiedenen Motiven zur Verfügung. Sie sind auf der NID-Webseite abgebildet und können online einzeln oder als Teil eines Informations-Sets bestellt werden. Viermal im Jahr erscheint die 32-seitige Vereinszeitschrift Nichtraucher-Info mit Berichten über wichtige aktuelle Entwicklungen.

Satzung der NID

Gemeinnützigkeit

Die  NID ist wegen Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege nach dem letzten ihr zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes München für Körperschaften, StNr. 143/220/00511, vom 30.10.. 2009 für die Jahre 2006, 2007 und 2008 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftsteuer befreit.

 

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 8. Juni 2017 )