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Nichtraucher-Info Nr. 67 - III/07 Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Montag, 2. Juli 2007

Nichtraucher des Jahres 2007

Der Aktionskreis Stuttgarter Nichtraucher e.V. (ASN) ernannte in diesem Jahr drei Personen zu Nichtrauchern des Jahres 2007. Dr. Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Stabsstelle Krebsforschungsprävention und des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle des Deutschen Krebsforschungszentrums, Heidelberg, erhielt die Auszeichnung für ihre vielen Initiativen, z.B. die Studie über das wahre tödliche Ausmaß des Passivrauchens.

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Dr. Martina Pötschke-Langer und Lothar Binding mit den Urkunden in der Hand; rechts Dr. Thomas Stüven, Vorsitzender des ASN und Reinhard Siekemeier, Pressesprecher

Die Zahl 3 300 wird eng mit ihrem Wirken verbunden bleiben. In ihrer Antwort schreibt sie:

"Ich freue mich sehr, dass ich durch die von mir herausgegebene wissenschaftliche Reihe des Deutschen Krebsforschungszentrums zur Tabakprävention und Tabakkontrolle einen spürbaren Beitrag zu dieser Entwicklung leisten konnte. Dennoch müssen wir den gegenwärtigen Prozess zur Entwicklung der Gesetzgebung in den Ländern für rauchfreie Einrichtungen und Gastronomie aufmerksam begleiten. Der sicherste Schutz vor Passivrauchen ist ein 100 % rauchfreies Gebäude. Es besteht jedoch die Gefahr, dass Raucherräume zugelassen werden, die eine große Belastung für Mitarbeiter, die darin arbeiten müssen, insbesondere für Gastronomiemitarbeiter oder Beschäftigte von Reinigungsfirmen, darstellen. Auch sind Raucherräume für die Raucher selbst eine zusätzliche erhebliche Gefahrenquelle."

Der Abgeordnete Lothar Binding ergriff – angeregt durch Martina Pötschke-Langer – im Bundestag die Initiative für einen gesetzlichen Schutz vor der Gesundheitsschädigung durch Passivrauchen, die für ein großes Medieninteresse sorgte. Doch in seiner Antwort an den ASN gestand er ein:

"Ohne die Unterstützung der vielen im Passivraucherschutz engagierten Mitglieder und Mitarbeiter in den vielen Vereinen, Initiativen, wissenschaftlichen Einrichtungen und last but not least der vielen Redakteure in den Medien, wäre es nicht möglich gewesen, die Initiative so populär zu machen."

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Dr. Dieter Zetsche
Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler AG, trieb eine Regelung voran, die den Weltkonzern in Deutschland zu einem Betrieb macht, in dem – ab 1. Juli 2007 – das Rauchen nur noch im Freien möglich ist. Zwar reagierte der Geehrte nicht persönlich, doch seine MitarbeiterInnen schrieben:

"Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ist für uns alle ein wichtiges Thema – und ein Aspekt davon ist wirksamer Nichtraucherschutz. Passivrauchen bringt beträchtliche Gesundheitsrisiken mit sich. Konsequenter Rauchverzicht in Gebäuden ist deshalb auch ein Gebot kollegialer Wertschätzung – und dazu haben wir uns in unseren Unternehmenswerten ausdrücklich bekannt. Unser Unternehmen hat mit der Entscheidung, bereits ab dem 1. Juli ein allgemeines Rauchverbot für alle Gebäude auszusprechen, ein gutes Beispiel gegeben. Wir sind davon überzeugt, dass andere Unternehmen diesem sehr bald folgen werden und sich der Trend auch in anderen Bereichen weiterhin in diese Richtung bewegen wird. Dies ist sicher nicht das Verdienst einer einzelnen Person."

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